Medienspiegel

Nie an den Terror gewöhnen!

Veröffentlicht

VON ALEXANDER KISSLER am 13. April 2017

http://cicero.de/index.php/salon/ostern-nie-an-den-terror-gewoehnen

Kommentar GB:

(…) „Alexander Flores bietet eine lesenswerte Einführung, die an das derzeit vorfindliche falsche öffentliche Bewusstsein anschließt und es mit Details auffüllt. Bereits der Titel seines Aufsatzes zeigt das, denn er setzt voraus, daß es so etwas wie „Islamismus“ tatsächlich gäbe. Natürlich gelingt es unschwer, einige jüngere gewaltförmige „islamistische“ Aktionen und Organisationen zu identifizieren, und es ist einfach, diese von nicht-gewaltförmigen Muslimen zu separieren, aber die äußerst hartnäckig verfochtene Annahme, es sei möglich, den bösartigen „Islamismus“ vom angeblichen gutartigen Islam zu trennen, um dann beide gegenüberzustellen, bis hin zu der These, die bösartigen Islamisten mißbrauchten den gutartigen Islam, führt dazu, daß dem Islam auf dieses Weise eine mutmaßlich beabsichtigte Apologie widerfährt.

Dieses okzidentale Alltagsbewusstsein ist bezüglich des Islams dadurch gekennzeichnet, dass okzidental geprägte Menschen zwar nahezu sämtlich nichts über den Islam wissen, sich dieses Wissen aber einbilden und den Schein der Berechtigung dadurch erzeugen, dass sie ihre bewusst oder unbewusst vorgefassten Sichtweisen, die aus der okzidentalen Moderne stammen, auf den Islam projizieren, in der irreführenden Meinung, der Islam sei das, was sie ihm unterstellen zu sein. Die ontologische Frage danach: was der Islam ist, er wird unbemerkt durch Projektion umgangen, und das schafft eine Pseudogewissheit, deren Kehrseite die völlige Verkennung und Verblendung ist.

Und das ist eine ideale Voraussetzung für alle nur denkbaren Täuschungsmanöver der islamischen Seite. Man kann diesen Zusammenhang und seine praktische Wirkung nirgendwo eindrucksvoller studieren als bei den beiden Kirchenführungen in Deutschland – und sogar im Vatikan.“ (…)

http://www.faktum-magazin.de/2017/03/islamisches-denken/