Medienspiegel

Donald Trump

„Eine Amtsenthebung wird zum Krieg führen“

Eine Amtsenthebung Donald Trumps scheint nicht mehr nur eine Wunschvorstellung linksliberaler Medien zu sein – doch viele seiner Fans wollen das nicht hinnehmen. Manche prophezeien Unruhen, falls das „Establishment“ ihr Idol stürzen sollte.

18.05.2017, von Oliver Georgi

http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/donald-trump-eine-amtsenthebung-wird-zum-krieg-fuehren-15021952.html

https://deutsch.rt.com/international/50764-ehemaliger-geheimdienstchef-aus-frankreich-die-russische-bedrohung-ist-eine-erfindung-der-nato/

Kommentar GB:

Es sind tatsächlich erhebliche Risiken vorhanden. Diejenigen, die seit Monaten alles tun, um ein Amtenthebungsverfahren zu ermöglichen, das bereits im November 2016 von der Democratic Party (DP) – somit von Soros – anvisiert und geplant worden ist, sie nähern sich ihrem Ziel.

Die Handlungsspielräume des Präsidenten werden Schritt für Schritt eingeengt, und es wird ihm jeder nur mögliche Knüppel zwischen die Beine geworfen. Bisher hat er sich machtpolitisch nicht konsolidieren können, weil jene, auf deren Teamarbeit und Loyalität er zwingend angewiesen ist, wirklich alles tun, um seine Regierung zu konterkarieren und ihm persönlich zu schaden. Er ist vom tiefen Staat umstellt, wird belauert, beobachtet und verdächtigt, und er wird blockiert, wo immer es möglich ist.

Die Democratic Party zeigt jetzt ihr wahres Gesicht, und man sieht ein ausgesprochen häßliches Gesicht. Und nein, es ist nicht das Gesicht von Hillary Clinton, es ist ein anderes.

Trumps Gegner erreichen wahrscheinlich ihr Ziel, wenn es ihnen gelingt zu bewirken, daß eine hinreichende Zahl von Republikanern zu den Demokraten überläuft, einerlei mit welchen Mitteln. Dieser Prozeß scheint jetzt im Gange zu sein. Allerdings bleiben die Vorwürfe und Begründungen sämtlich vage, dubios und fragwürdig, jedenfalls aus europäischer Sicht.

Ob diese üblen Kabalen im Kongreß in der Bevölkerung akzeptiert werden, das kann bezweifelt werden. Diejenigen, die Trump gewählt haben, haben jedenfalls – sei es zu Recht, sei es zu Unrecht – auf ihn ihre ganze Hoffnung projiziert, die ebenso groß ist wie ihre Verzweiflung, für die sie triftige Gründe haben. Was werden sie tun, falls ihnen diese Hoffnung durch eine politische Intrige oder Schlimmeres genommen werden sollte?

Das ist es, was die DP zu bedenken hätte, aber wahrscheinlich nicht bedenken wird. Und das bedeutet, daß bereits mit der Etablierung einer global governance – mit der Soros-DP als Zentrum – demokratische Verhältnisse bereits bewußt verlassen wurden. Warum? Weil solche Verhältnisse zwar Machtkämpfe einschließen, aber friedliche Machtwechsel zulassen, und genau das ist derzeit in Frage gestellt, und zwar in einer Schärfe wie nie zuvor.

Währenddessen unterstützen die EU und die meisten europäischen Nationalstaaten (außer den Visegradstaaten) uneingeschränkt die DP-Politik, die sie für sich übernommen haben, auch wenn meist Zurückhaltung gewahrt wird.  Sie sind Mitspieler im Team der global governance, und die bisherige Personalpolitik sichert das ab.

Natürlich wissen sie, wer der Kapitän der Mannschaft ist, und wenn er in Brüssel auftaucht, dann wird er sogleich empfangen, und es wird alles getan, was er wünscht.

Präsident Putin wirft derweil einen spöttischen Blick auf das transatlantische Schachbrett, zuckt die Achseln und wendet sich Beijing zu, dem klugen chinesischen Drachen, der mit Rußland gerade das größte eurasische Investitionsprogramm der bisherigen Geschichte plant und anschiebt, die Neue Seidenstraße. Dieses Großprojekt wird voraussichtlich die Welt grundlegend verändern.

Ob in Europa verstanden wird, was das bedeutet? Das ist die offene Frage.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-entwicklungsprogramm-neue-seidenstrasse-a-1147588.html