Medienspiegel

Globalisierung: ein Oligarchenprojekt

Veröffentlicht

Michael Klonovsky

(…)

„Nun aber Schluss mit den Asiaten und auf nach Afrika! Leser *** nimmt Bezug auf die „weiße Linke“ der chinesischen Internet-Foristen und teilt aus dem Senegal ähnliche Beobachtungen mit:

Es gibt hier eine identitäre Bewegung, die man vielleicht als ‚Panafrikanisten 2.0‘ bezeichnen könnte. Sie wenden sich gegen den Neo-Kolonialismus, gegen den Franc CFA und so weiter. Also lauter tolle Züge, auf die europäische Linke gerne aufspringen würden – wenn diese Panafrikanisten sie denn ließen.

Einer ihrer Köpfe ist Kémi Seba, der in Frankreich aufgewachsen ist und jetzt im Senegal lebt. In einem Interview sagte er: ‚Die Globalisierung ist ein Prozess, der in Richtung Deregulierung geht und die Ausartung eines natürlichen Prinzips bedeutet, das sich Weltoffenheit nennt und von Oligarchen gewünscht wird. Sie wollen eine Entwicklung beschleunigen, die uns zu einer weltumspannenden Regierung hinführen soll und in der einzelne Identitäten ausgelöscht sind. Ebenso werden die sexuellen Unterschiede ausradiert, womit das Konzept des Transgender in den westlichen Gesellschaften ins Blühen gerät, wie auch die Legalisierung der homosexuellen Ehen und vieles mehr. Alles, was darauf ausgerichtet ist, die Familie, die Ländergrenzen und den Partikularismus des menschlichen Wesens zu vernichten, gehört zu den Ziele dieser oligarchischen Klasse.‘

(Hervorhebungen GB)

Auf seiner Facebook-Seite schreibt er am 27. April:

‚Wir wollen Bündnispartner (wobei wir sie keineswegs idealisieren wollen) wie das Russland unter Putin, wie Nordkorea, Kuba, Iran, Venezuela unter Maduro (wobei das Land gerade von den ultraliberalen Mächten Amerikas attackiert wird) oder auch das revolutionäre Argentinien unter Pedros Piscay. Wir wollen Partner, für die das Streben nach einem Nationalstaat oberste Leidenschaft ist.‘

Die abendlandkritischen Chinesen dürfen sich also ebenso freuen, wie die europäischen Identitären – sie sind nicht allein. (…) Ich vermute ganz stark, die europäische Linke wird noch eine Weile brauchen, bis sie bemerkt, dass sie nicht mehr der natürliche Verbündete antikolonialer Bewegungen ist – sondern der natürliche Gegner.“ (…)

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/524-16-mai-2017