Medienspiegel

Ohne Leitkultur keine Integration

Debatte um Thomas de Maiziere

Die Empörung über die Thesen von Innenminister Thomas de Maizière ist ebenso vorhersehbar wie unsinnig. Denn natürlich gibt es Rituale und Regeln, die traditionell gewachsen sind und nach denen wir uns richten. Wer mag sich schon in eine Kultur integrieren, die sich selbst verleugnet?

http://cicero.de/salon/debatte-um-thomas-de-maiziere-ohne-leitkultur-keine-integration

und Christian Lindner (FD) schreibt:

http://cicero.de/salon/leitkultur-debatte-integration-ist-mehr-als-das-erlernen-der-deutschen-sprache

und die FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/leitkultur-thomas-de-maizieres-entfacht-diskussion-neu-14995718.html

sowie Wolfram Weimer:

http://www.theeuropean.de/wolfram-weimer/12179-de-maiziere-und-die-leitkultur

Thomas Opperman (SPD) als Propagandist der Islamisierung:

http://cicero.de/berliner-republik/debatte-um-leitkultur-offenheit-bedeutet-nicht-beliebigkeit

Kommentar GB hierzu:  Nein. –

Die von Alexander Grau und vom Innenminster in sehr, sehr einfachen Worten, weil gegenüber der BILD-Zeitung angesprochene und stark hervorgehobene Alltagskultur, die gleichsam die täglich überall erfahrbare gesellschaftliche Oberfläche darstellt und bestimmt, existiert nicht ohne Zusammenhang mit den tieferen kulturhistorischen Schichten. Diese sind sämtlich immer vorhanden und wirksam, selbst wenn sie verdeckt und von der Alltagskultur überlagert worden sind. Denn sobald an der Alltagskultur nur ein wenig gekratzt wird, treten sie in Erscheinung.

Integrationspolitisch entscheidend ist die Einsicht, daß es eine Integration des Islams weder gibt noch geben kann noch geben wird. Es gibt nur eine Integration: nämlich in den Islam.

Teil dieser unserer Gesellschaft können dennoch prinzipiell alle Immigranten werden, auch Muslime, wenn sie es denn wirklich wollen, und das heißt: wenn sie ernsthaft den Weg der Assimilation wählen und weitergehen.

Dazu gehört aber, daß Tradiertes aufgegeben und Neues angenommen wird. Und dazu gehört wiederum ein faktischer Verzicht auf die Islamisierung unserer Geselllschaften.

Ohne eine Leitkultur kann eine Assimilation nicht stattfinden. Das ist, neben dem üblichen unreflektierten Kulturrelativismus, der Grund, weshalb Assimilationsgegner die Idee einer Leitkultur ablehnen. Sie gibt eine Antwort auf die Frage, wer wir in einem kulturellen Sinne sind, und was zu uns gehört, und ebenso, was nicht.

Der Umstand, daß Muslime nach Europa immigrieren, heißt nicht, daß Europa sich an den Islam anzupassen, sich zu islamisieren hätte. Im Gegenteil: die Anpassungsleistung ist von den Muslimen zu erbringen, und sie ist ihnen mit einem gewissen Nachdruck abzuverlangen.

Wem das nicht gefällt, der ist und bleibt frei darin, nicht in diesem Land zu bleiben, sondern z. B. in ein muslimisches Land zu gehen, und das sollte, wenn die ernsthafte Assimilationsbereitschaft nicht gegeben ist, tatsächlich geschehen.

Es ist dann besser so für alle Beteiligten.

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Islamisches Denken