Medienspiegel

Wie die SPD unwählbar wurde

10. August 2013, von Lucas Schoppe

„Es gibt wohl kaum einen Satz in der gegenwärtigen deutschen Politik, der in der Männerbewegung ähnlich oft zitiert wird.

In der „Champions League des Sexismus“, die gerade von MANNdat veranstaltet wird, ist er natürlich mit dabei, und der Bremer Professor Gerhard Amendt bezeichnet ihn in der „Welt“ als einen „Aufruf zum Kampf gegen die Männer“, der sie in den „Status der Unmenschlichkeit“ rücke.

Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.

Ein Satz, der zum ersten Mal im Berliner Programm der SPD von 1989 auftauchte (S. 22) und der dann 2007 auch in das Hamburger Programm übernommen wurde (S. 41). Diese Übernahme war nicht selbstverständlich – prominente SPD-Frauen wie Hannelore Kraft, Gesine Schwan und Kerstin Griese hatten gefordert, den Satz zu streichen, da er „rhetorisch verstaubt“ und „nicht mehr angemessen“ sei. Auf Druck der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und der Jusos war er auch jedoch auch in die Neufassung des Grundsatzprogramms aufgenommen worden – und nach dringlicher Fürsprache Erhard Epplers:

Dieser Satz stammt nicht von einer radikalen Feministin, sondern von mir. Und ihr dürft ihn getrost ins Hamburger Programm übernehmen.

Der Gedanke verharmlost den Satz, dass er nur deshalb problematisch sei, weil er rhetorisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit wäre. In einem Kommentar hier bezieht sich Crumar beispielsweise auf

den legendären Satz, der nicht nur ahistorisch und asozial ist, sondern radikal zu Ende gedacht Männer nicht als Bestandteil einer menschlichen Gesellschaft sieht. Zerlegt man den Satz in Gegensatz Paare, wird deutlich, dass Frauen das Menschsein verkörpern, womit Männern nur noch die Position des zu überwindenden Unmenschen bleibt.

Ganz gleich, wie immer der ja tatsächlich ausgesprochen wolkige Satz interpretiert wird, er arbeitet mit einem Gegensatz von Männlichkeit und Menschlichkeit. Demokraten würden selbst Nazis zwar als politische Gegner bekämpfen, ihnen aber nicht die Zugehörigkeit zum Menschsein abstreiten.

Warum aber sollten aus Sicht der SPD Männer insgesamt noch schlimmer sein als Nazis? Und wie gerät ein solcher Satz in das Grundsatzprogramm einer Partei, die sich als demokratisch versteht, und wie kann er sich dort über Jahrzehnte behaupten? Um auf die Fragen eine Antwort zu finden, lohnt sich ein Blick auf die Zusammenhänge, in denen dieser Satz steht.“ (…)

http://cuncti.net/geschlechterdebatte/460-wie-die-spd-unwaehlbar-wurde

Kommentar GB:

Falls Martin Schulz nach den Fehlern der SPD fahnden sollte, hier wird er fündig.

Verkörpert wird er derzeit duch Manuela Schwesig – als Vertreterin der AsF.

Feminismus-Genderismus ist ein Doppelfehler der SPD, und ebenso der Grünen und der LINKEN. Praktischer Genderismus, neben einer absurden Sprachpolitik, ist dies:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/leiterin-der-antidiskriminierungsstelle-des-bundes-manche-sagen-offen-schwule-nehmen-wir-nicht/19808224.html

Ein anderer, ebenso schwerer Fehler ist die Islamophilie der SPD, und ebenso der Grünen und der LINKEN.

Verkörpert wird sie in der SPD durch:

Aydan Özoguz (SPD): Spezifisch deutsche Leitkultur ist nicht identifizierbar

In den Nachdenkseiten wird zudem immer wieder – und zu Recht! – ausführlich die rot-grüne Wirtschafts- und Sozialpolitik kritisiert; siehe dort …

Die SPD macht, ebenso wie – selbstverständlich – die CDU, die Politik des Kapitals, am deutlichsten erkennbar war das unter Schröder, und die rechte Sozialdemokratie einschließlich Martin Schulz denkt überhaupt nicht daran, diese politische Linie zu ändern, außer natürlich in der Wahlkampfrhetorik. Und die Gewerkschaften im Ganzen befinden sich ungefähr in derselben Lage, in der sich der VW-Betriebsratsvorsitzende befindet, der frühere ebenso wie der jetzige. Sie sind vom Kapital absorbiert worden.

Siehe auch:

Was tun, SPD?