Medienspiegel

Kurzkommentar zur irregulären Masseneinwanderung und ihren Folgen


23. Juni 2017

Hartmut Krauss

„Lüften wir den moralistischen Schleier der politisch-medialen Dauerberieselung, dann handelt es sich bei der irregulären Masseneinwanderung aus islamischen und afrikanischen Ländern um die Verlagerung eines Teils der dort produzierten Überbevölkerung nach Europa. Kriegsverhältnisse wie in Syrien sind dabei nur ein vermittelnder und verschärfender Faktor.

Ein zentrales Strukturmerkmal in den Fluchtländern ist der islamisch begründete Patriarchalismus. Dieser wiederum erzeugt folgenden

wesentlichen Grundwiderspruch in diesen modernisierungsresistenten Gesellschaften: Je stärker die beherrschte und abhängige Ungleichstellung der Frauen ausgeprägt ist, desto höher die durchschnittliche Kinderzahl und desto knapper sind die positionellen Güter wie Arbeitsplätze, Bildungs- und Karrieremöglichkeiten, Wohnungen etc. – kurzum:

Lebenschancen – für die nachwachsenden Generationen.

Daraus folgt: Je länger eine umfassende soziokulturelle Modernisierungsrevolution auf Kosten der orthodox-islamischen Dogmen und Normen hinausgezögert und die „muslim youth bulge“ (der muslimische Jugendüberschuss) nicht nachhaltig reduziert wird, desto katastrophaler könnten die gesamtgesellschaftlichen und globalen Folgen sein.

Generell gilt nicht nur für islamische, sondern auch für andere religiös-vormodern normierte Gesellschaften, dass gegenwärtig mit 1,8 Milliarden mehr Menschen auf der Welt als je zuvor zwischen zehn und 24 Jahre alt sind. Davon leben 89 Prozent in Entwicklungsländern. In den am wenigsten entwickelten Ländern macht diese Altersgruppe 32 Prozent der Bevölkerung aus. „In Afghanistan, Ost-Timor und 15 Ländern in Afrika südlich der Sahara ist sogar die Hälfte der Bevölkerung jünger als 18 Jahre“ (Weltbevölkerungsbericht 2014, S. 2).

Der hohe Anteil von Jugendlichen schlägt sich erwartungsgemäß in einer hohen Arbeitslosenrate nieder: „Im Jahr 2013 waren weltweit 73,4 Millionen Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos – etwa 36 Prozent der insgesamt 202 Millionen-Arbeitslosen“ (ebenda, S. 17).

Aufschlussreich ist in diesem Kontext eine Fatwa (Rechtsgutachten für Muslime) zur islamisch legitimierten Polygamie. Sie artikuliert unverstellt den funktionalen Zusammenhang zwischen hoher Geburtenrate und muslimischen Vorherrschaftsanspruch: „Die Polygamie führt zu reicher Nachkommenschaft, d.h. zur Vermehrung der [muslimischen] Nation und dadurch zur Vermehrung derjenigen, die Allah anbeten. Dazu kommt noch, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, dadurch [am jüngsten Tag] auf die Überzahl seiner Nation gegenüber anderen Nationen [Nicht-Muslimen] stolz sein wird.“

In Deutschland als europäisches Hauptaufnahmeland von „Flüchtlingen“ führt dieser Migrationsimport zu zahlreichen gesellschaftlichen Verschlechterungen wie Ausbreitung zutiefst reaktionärer islamischer Herrschaftskultur und entsprechender Mentalitäten (Islamisierung); Sicherheitsproblemen (Import von zusätzlichen „Gefährdern“), erhöhter Kriminalitätsrate, Bildungsverfall, extremer Dauerbelastung der sozialen Transfersysteme, politischer Destabilisierung und Polarisierung der Bevölkerung.

Siehe hierzu ausführlich: http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-krauss-deutschland-im-niedergang.html

Profiteure dieser regressiven Entwicklung sind die Asylindustrie und Sektoren, die durch Konfliktzunahmen, Verbrechensvermehrung  und Sozialreparaturmaßnahmen Gewinne machen sowie von Lohndumping profitierende Unternehmen. Für sie und ihre Interessenvertreter wie Martin Schulz sind Flüchtlinge profitable „Goldstücke.“ Verlierer ist vor allem die lohnabhängige und generell die „postdemokratisch“ entmündigte Bevölkerung, also „wir“. (Nach Angaben des Entwicklungsministers Müller handelt es sich um einen Kostenapparat von jährlich ca. 30 Milliarden Euro bei einer „Flüchtlinge“.)

Keine Verwunderung also über dieses Ergebnis:

https://www.welt.de/politik/ausland/article165751793/56-Prozent-der-Europaeer-wollen-Stopp-muslimischer-Zuwanderung.html

Eine universalistische Menschenrechtsorientierung ist unvereinbar mit einem kulturrelativistisch halbierten und dekadenten Humanismus, der praktisch-konkret nur Europa in die Pflicht nehmen will, aber weder für den arabischen noch für den asiatischen Teil der islamischen Herrschaftsregion gelten soll. Hauptzielsetzung einer progressiv-humanistischen Politik, die mehr sein will als pseudophilantropische Symptombekämpfung, müsste es vielmehr sein, auf die Durchsetzung modernisierter und menschenrechtskonformer Gesellschafts- und Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern der Immigranten hinzuwirken. Alle anderen, „gutmenschlich“ verbrämten Ersatzstrategien wie die Umwandlung Deutschlands und Europas in eine diversifizierte Rettungs- und Helferstation für entwicklungsblockierte nichtwestliche Herrschaftskulturen, laufen im Endeffekt auf eine quantitative Ausdehnung und qualitative Verschärfung der global vernetzten Krisenprozesse hinaus. Vereinfacht ausgedrückt: Dort wird es nicht besser und hier zunehmend schlechter.“