Medienspiegel

Wahl in Großbritannien

Das jüdische Problem der Labour Party

Schon vor Jeremy Corbyn war die Labour Party von antisemitischer Fäulnis zersetzt, aber jetzt stinkt diese schlimmer als je zuvor. Eine einstmals große Partei verwechselt den demokratischen Sozialismus mit einem Sozialismus von Irren. Ein Gastbeitrag.

06.06.2017, von James Kirchick

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-grossbritannien/wahl-in-grossbritannien-das-juedische-problem-der-labour-party-15048708.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Kommentar GB:

Der linke Judenhaß („Antisemitismus“) ist nicht nur in Großbritannien ein meist verschattetes Problem. Der Artikel ist sehr lesenswert, weil er Licht darauf wirft, und zwar in differenzierter Art und Weise. Diese verzerrte linke Sichtweise ist auch hierzulande verbreitet, ohne überhaupt nur als Problem wahrgenommen zu werden, denn „viele Menschen (halten) den obsessiven israelfeindlichen Aktivismus, den Corbyn und Konsorten an den Tag legen, gar nicht für antisemitisch (…), sondern eher für eine exzentrische Form von Antiimperialismus – wobei wahrscheinlich unterstellt wird, dass Israel Teil einer globalen imperialistischen Verschwörung sei oder gegenüber den Palästinensern als eine imperialistische Macht auftrete. Auf diese Weise werden antijüdische Vorurteile mit zweierlei Maß gemessen.“

Dieses fest etablierte vulgärimperialistische altlinke Weltbild unter der Fahne des Antiimperialismus ist fehlerhaft, irreführend und dringend revisionsbedürftig.