Medienspiegel

Kalter Krieg

Russland: USA haben uns soeben vollen Handelskrieg erklärt

Russland erwartet, dass die Folgen der Sanktionen jahrzehntelang zu spüren sein werden.

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/08/03/russland-usa-haben-uns-soeben-totalen-handelskrieg-erklaert/?nlid=b76115fc4d

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/08/02/trump-unterzeichnet-gesetz-zu-neuen-russland-sanktionen/?nlid=b76115fc4d

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/08/03/us-sanktionen-rechtliche-moeglichkeiten-der-eu-sind-begrenzt/?nlid=b76115fc4d

http://www.atimes.com/real-reasons-behind-china-threat-theory/?utm_source=The+Daily+Brief&utm_campaign=cd25a54964-EMAIL_CAMPAIGN_2017_08_03&utm_medium=email&utm_term=0_1f8bca137f-cd25a54964-31519013

Kommentar GB:

Es sind die sogenannten neocons(ervatives) im amerikanischen Kongreß (siehe hierzu den Artikel oben in der Asia Times), die politisch hinter den militärischen und den ökonomischen Maßnahmen gegen Rußland stehen, und außerdem jene Kreise, deren ökonomische Interessen von den Wirtschaftssanktionen oder den politisch-militärischen Spannungen zwischen den USA und Rußland (Ukraine) profitieren.

Diese Kreise waren – und sind m. E. weiterhin – Teil der von George Soros u. a. über seine open society foundations und insbesondere über die Democratic Party beeinflußten global governance, die sich unter Clinton und Obama entwickelt hat, und die die west- und mitteleuropäischen Staaten und die EU-Kommission (mit Berlin und Paris als Kern) einschließt, während sich Rußland, China und wohl auch die Visegrad – Staaten sich ihr nicht unterworfen haben.

Für die historische Entscheidung zur Nichtunterwerfung Rußlands unter die USA war m. E. der Fall Chodorkowski der Dreh- und Angelpunkt. (1)

Das Zentrum der global governance liegt zur Zeit nicht mehr im White House, in dem Donald Trump sich bemüht, eine gewisse Mindestkontrolle zu erreichen, sondern außerhalb und im Kongreß. Wir haben es mit einer Phase der Doppelherrschaft zu tun, die für die USA vermutlich neuartig sind. Historisch bekannt ist, daß solche Machtstrukturen instabil und nicht dauerhaft sind.

Auffällig ist, daß die internationalen ökonomischen Widersprüche in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Wirtschaftliche Konkurrenzbeziehungen wurden und werden – gerade auch zwischen den USA und der EU – zunehmend mit nicht-ökonomischen Mitteln ausgetragen, mit extrem teuren Rechtsstreitigkeiten zum Beispiel, etwa im Finanzsektor, oder im Automobilsektor, und auch die Energieversorgung ist betroffen (Nordstream-Konflikt).

Daran zeigt sich, daß das deutsche Export-Basis-Konzept mit dem Ziel der Maximierung der Außenhandelsüberschüsse („Wir sind Exportweltmeister“) an harte Grenzen gestoßen ist, nicht nur in Europa, in der dies in der Krise des EURO und der EU kulminiert, sondern auch im Verhältnis zu den USA, in denen die Konkurrenz-Parole „America first“ in verdeckter Form bereits vor Trump praktiziert worden ist.

Leider weisen alle diese Momente und Tendenzen nicht auf ein Gleichgewicht und eine Harmonie hin, sondern auf das genaue Gegenteil. Es gibt Ähnlichkeiten mit der weltpolitischen Lage und der Entwicklung vor 1914, und es ist deshalb schwer, sich hiergegen dennoch etwas Optimismus zu bewahren.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Borissowitsch_Chodorkowski

ergänzend zu Soros etc.:

http://www.freiewelt.net/blog/milliardaere-finanzieren-feministische-ngos-weltweit-10071652/