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Piraten

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Die Gesetzlosigkeit als Partei

Dr. Gudrun Eussner

„Ulrich Clauß rechnet in WeltOnline ab mit dem Dilettantenstadl. Er spart schon im Anreißer nicht mit harschen Worten, Tiefpunkt, irrlichternd, konsumfixiert, gefährlich: „Und ihre Wähler sind so destruktiv wie die Partei selbst.“ Jeder Dritte im Lande kann sich vorstellen, die Partei zu wählen, im von Wowi heruntergewirtschafteten Berlin sitzt sie bereits im Abgeordnetenhaus. „Was will der Wähler eigentlich damit sagen?“ Ulrich Clauß vermutet zurecht eine „falsche Frage“, aber auch seine Frage, die er gar nicht erst stellt, sondern sie gleich in einer Antwort präsentiert, greift zu kurz: „Viele Wähler wollen vielleicht gar nichts mehr sagen, auch weil sie nichts zum Sagen haben.“

Stand, Samstag, 28. April 2012: Der 41-jährige Regierungsdirektor (A 15) im Verteidigungsministerium Bernd Schlömer ist neuer Oberpirat. Mögliche Konflikte mit seinem Arbeitgeber sieht er nicht.

Wie kommt es, daß seit dem Auftreten der Piraten, sie gründen ihre Partei am 10. September 2006, Politiker nicht mehr an „Kompetenz, Autorität und Ausstrahlung“ gemessen werden, sondern am Gegenteil, „am grauen, namenlosen Kollektiv der Nichtsgenauwisser“? Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es anderer, grundsätzlicherer Überlegungen, und die fangen an bei der Bundesregierung und ihren Behörden, in diesem Fall beim in Wiesbaden ansässigen Statistischen Bundesamt und dessen Bundeswahlleiter.“ (…)

http://eussner.blogspot.de/2012/04/piraten-die-gesetzlosigkeit-als-partei.html