Medienspiegel

Bundestagswahl 2017

Wenn Wahlen keinen Spaziergang wert sind (?)

von Ferdinand Knauß

Das TV-Duell könnte zur Farce werden: Die Kanzlerin wird Kanzlerin bleiben, der „Herausforderer“ greift sie nur zum Schein an. Kein Wunder, dass diese Wahl immer mehr Bürgern nicht mal einen Gang ins Wahllokal wert ist.

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2017/knauss-kontert-wenn-wahlen-keinen-spaziergang-wert-sind/20273904.html

Kommentar GB:

Gewählt wird bei Bundestagswahlen der Bundestag, indem Wähler, ganz allein mit sich in der Wahlkabine, ihre Parteienpräferenz – idealerweise aufgrund der Wahlprogramme – durch korrektes Nutzen der Wahlzettel zum Ausdruck bringen. Alles weitere, was daraus folgen mag, sind Vorgänge zwischen den beteiligten Parteien und den Abgeordneten im Parlament. Die Wähler sind nach der Wahl bloß noch machtlose Zuschauer.

Was dann das mediale Theater soll darüber, ob dem Wähler, in diesem Falle dem einzelnen Wähler, also mir, nahegelegt wird, nun zwischen Angela Schulz oder Martin Merkel zu wählen, obwohl ich die weder wählen kann noch wählen will, das frage ich mich wirklich, gähne, lasse das Fernsehen Fernsehen sein und höre lieber Musik.

Merkel im Wahlkampf Mit Moralismus gegen Kritiker

Kisslers Konter: Die Wahlkampfauftritte zeigen das Amtsverständnis der Kanzlerin. Angela Merkel sieht sich als Therapeutin der Deutschen und verlangt moralisches Wohlverhalten.

Steht ihr das zu?

http://cicero.de/innenpolitik/merkel-im-wahlkampf-mit-moralismus-gegen-kritiker

Kommentar GB:

Meine Güte, wegen welch vergleichsweiser Kleinigkeiten sind früher Bundeskanzler zurückgetreten oder abgewählt worden…

Angela Merkel regiert faktisch ohne Oppostion, daher, und nur daher kann sie, die mehrfach solide Rücktrittsgründe gehabt hätte,  für die sie stattdessen wiedergewählt worden will, so auftreten wie sie das tut. Und die Wähler scheinen das nicht zu bemerken, oder doch?