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Sigmar Gabriel und die Entdeckung der „echten Nazis“ – so viel Geschichtsvergessenheit macht wütend

12. September 2017| Verantwortlich:

„Es ist Wahlkampf. Da darf man natürlich als Parteipolitiker auch schon mal etwas krachledernder zur Sache gehen und Warnungen vor der AfD sind im Kern ja nie falsch. Aber was Sigmar Gabriel in einem Interview sagt, dass er gestern dem Portal t-online gegeben hat, sprengt sämtliche Grenzen von Anstand und Moral. Angesprochen auf den mittlerweile wohl wahrscheinlichen Einzug der AfD in den Bundestag sagt Gabriel, „dann [hätten] wir zum ersten Mal nach Ende des Zweiten Weltkriegs im deutschen Reichstag wieder echte Nazis“. Das ist geschichtsvergessen und dumm. Gerade in der Nachkriegszeit saßen zahlreiche „echte“ Nazis in den westdeutschen Landesparlamenten und im Bundestag. Das geht vom NS-Juristen, über hohe Beamte, die verantwortlich bei den Deportationen und dem Holocaust mitgemacht haben, waschechte Kriegsverbrecher und ideologische Vordenkern der kruden NS-Ideologie bis hin zu einem Teilnehmer der zweiten und dritten Wannseekonferenz. Betroffen sind alle alten Parteien – auch die SPD, in deren Reihen ein von den Franzosen in Abwesenheit zum Tode verurteilter SS-Offizier sogar in den Bundesvorstand aufsteigen konnte. Wer derart geschichtsvergessen agiert, stärkt damit am Ende nur die AfD, die sich – diesmal sogar zu Recht – als Opfer einer Kampagne sieht.“  Von Jens Berger.

Sigmar Gabriel und die Entdeckung der „echten Nazis“ – so viel Geschichtsvergessenheit macht wütend

sowie ein Erklärungsansatz des Verhaltens der SPD-Führung anläßlich des abwärts gerichteten Genossen Trend:

Partei der Ewiggestrigen: SPD ganz unten – ärmlich und erbärmlich

Kommentar GB:

Hier finden sich noch ein paar Gründe, die eine Rolle spielen:

Die SPD macht Wahlkampf mit Hirngespinsten

Frau Özoguz wundert sich?

Warum ich die heutige SPD für unwählbar halte