Medienspiegel

Das Veralten der Rechts-Links-Achse

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Fragen und Antworten

Hartmut Krauss:

„Zunächst einmal ist in aller Klarheit festzuhalten, dass diejenigen, die sich heute als „links“ etikettieren und deshalb in einer oberflächlichen Mediengesellschaft von außen auch so „angerufen“ werden, mit dem klassischen herrschaftskritisch-emanzipatorischen Impetus, wie er im Marxschen Theorieprogramm und konzentriert im kategorischen Imperativ zum Ausdruck gebracht wird, nichts mehr zu tun haben.

Insofern kann man die Rechts-Links-Achse im Grunde bei Seite legen. Tatsächlich handelt es sich bei der fälschlicherweise so genannten „Linken“ um eine Ansammlung von Kulturrelativisten, Multikulturalisten und Poststalinisten, deren weltanschaulich-politische Positionen im schroffen Gegensatz zur klassischen Marxschen Theorie stehen.

Hartmut Krauss über Aufklärungsverrat. Pseudolinke und Islamapologetik

Frage an Hartmut:
„Ich frage mich: weshalb reagieren nicht-muslimische westliche Menschen häufig übermäßig aggressiv, wenn ihnen die These, der Islam sei eine reaktionäre politreligiöse Weltanschauung und keine „Religion“, die ja rätselhafterweise anscheinend immer als etwas Gutes unterstellt wird, vorgetragen wird. Anstatt dann erst einmal nachzudenken und zu lesen und zu diskutieren, wird sogleich und unbegründet und wütend eine islamophile Haltung eingenommen, so als wären sie alle Präkonvertiten. Sind sie´s? Das fällt sehr auf.“ G.B.

Hartmut Krauss:
„Entscheidend ist meines Erachtens der Tatbestand, dass die Wertegrundlagen der europäischen Zivilisation in Gestalt der Aufklärung durch folgende politisch-ideologischen Strömungen auf jeweils spezifische Weise negiert, missachtet und über Bord geworfen wurden, anstatt diese identitätspolitisch konsequent, wenn man so will: „patriotisch“, ins Zentrum zu rücken, im Bildungssystem zu verankern und nach „außen“ zu markieren:

1.Das nihilistisch-profitorientierte bürgerlich-kapitalistische Herrschaftssubjekt (nach seinem postrevolutionären Formwandel )
2. Die zunächst vulgarisierte und dann stalinisierte kommunistische Bewegung und
3. Die postmoderne Pseudolinke und deren Metamorphose in einen ideologischen Funktionsgehilfen des neoliberal-globalkapitalistischen Flügels der spätkapitalistischen Bourgeoisie. (Cheerleader des Soros-Imperiums)

Dieser 3. Aspekt wird von den meisten nicht erkannt und herausgearbeitet (übrigens gerade auch nicht von den liberal-konservativen und rechtspopulistischen Blogs von PI bis Tichys Einblicke etc.) und insbesondere auch deshalb „fault“ die gesellschaftliche Entwicklung „niedergangsdynamisch“ vor sich hin.

Ursache: Das Nichtbegreifen des unverrückten bzw. stabil bleibenden Zusammenhangs zwischen Kapitalismuskritik, Kritik vormoderner Herrschaftsverhältnisse und Religionskritik/Islamkritik.“
Vertiefende Lektüre unter http://www.glasnost.de/autoren/krauss/regfun.html

Frage an Hartmut:
„Das Problem ist nur leider folgende Wahrnehmung, wie ich jetzt lesen musste:
„Dass der Islam rassistisch ist, wusste auch Karl Marx. Zitat:

„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist ‚harby‘, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation
der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.“
Karl Marx, Die Kriegserklärung – Zur Geschichte der orientalischen Frage, Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170. mlwerke.de
Heute stünde er vor den Gerichten der linken Unrechtsjustiz in Deutschland wegen „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungs-vereinigungen“ (§ 166 StGB) und Volksverhetzung (§ 130 STGB) – und kein Linker in Deutschland würde ihm beistehen (mit Ausnahme von Hartmut Krauss).“

Hartmut Krauss:
„Das ist sicher übertrieben, aber mehr lautstarke Unterstützung nach außen für die folgende Position wäre nicht schlecht (daran eingeschlossen das Aufräumen mit dem im Endeffekt kapitalismusapologetischen Unsinn, Sozialdemokratie, Grüne und Post-PDS oder die deutsche Justiz seien „links“, also herrschaftskritisch-emanzipatorisch)
Sie sind weder an einer kritisch-emanzipatorischen Analyse und Bewertung nichtwestlicher Herrschaftskulturen noch am Begreifen der aktuellen Verflechtungsdynamik von Kapitallogik und chinesischen, indischen, islamischen (arabischen, iranischen und türkischen etc.) Herrschaftsverhältnissen wirklich interessiert. Was sie antreibt, sind vielmehr folgende Beweggründe:“ (…)“

Weiter auf https://frankfurter-erklaerung.de/…/verkehrung-der-islam-un…/

GLASNOST Berlin – Hartmut Krauss: Kulturelle ‚Moderne‘ und kapitalistische Gesellschaft

Antwort auf den religiösen Fundamentalismus

glasnost.de