Medienspiegel

Gleichstellung: das Gegenteil von Gleichberechtigung

World Economic Forum :

Rückschritte für die Gleichberechtigung

  • Aktualisiert am 02.11.2017

Rückschritt statt Fortschritt: Nach einem neuen Ranking des World Economic Forums hat sich die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen im vergangenen Jahr verschärft.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/world-economic-forum-erst-in-100-jahren-erreichen-frauen-gleichberechtigung-15273943.html

Kommentar GB:

Gleichberechtigung bedeutet: gleiche Berechtigung, gleicher Zugang, gleiche Startbedingungen,  in diesem Sinne also: Chancengleichheit,

=> Gleichheit der Chancen, also der Möglichkeiten.

Gleichberechtigung ist begrifflich auf diesen Raum der Möglichkeiten bezogen, und gerade nicht (!) auf die Verwirklichung dieser Chancen, für die jeder mit eigenen Anstrengungen selbst verantwortlich ist.

Das ist der Sinn des Art. 3 GG, ebenso des Art. 33 GG.

Daher kennt das GG keinen Begriff und kein Ziel der „Gleichstellung“.

Der Begriff taucht dort nirgends auf, und er kann auch gar nicht auftauchen, weil er zu einem logischen Widerspruch führen müßte. Auch Art. 3 (2) Satz 2 (1994 hinzugefügt) spricht von Gleichberechtigung, vermeidet daher den logischen Widerspruch, bleibt damit jedoch redundant, also überflüssig. Denn Gleichberechtigung gilt als Norm bereits seit 1949.

Dennoch wird dieser Satz gelesen, als stünde dort nicht Gleichberechtigung, sondern Gleichstellung. Und darauf beruft sich dann – falsch – die gesamte einfache Gesetzgebung, soweit sie den Gleichstellungsbegriff verwendet. Es gibt aber verfassungsrechtlich keine Gleichstellung.

Gleichstellung wird demgegenüber in der Realität vollzogen, vom Staat, als privilegierende und daher zugleich diskriminierende Verteilungspolitik, die nicht auf Startbedingungen, sondern auf Ergebnisse bezogen ist, und die daher absichtsvoll keine (!) gleichen Chancen gewährt.

Maßstab ist eine Gleichheit im Ergebnis, die staatsfeministisch hergestellt wird.

Das ist Staatsfeminismus:

ein Verfassungsbruch, eine Verletzung von Art. 3 und Art. 33 GG.

Erklärung

Frauenprivilegierung: das Professorinnen-Programm