Was ist die Mont Pèlerin Society?

Arne Käthner ist Doktorand an der Universität Bielefeld und forscht zu einer Gruppe, die selten in der Öffentlichkeit Erwähnung findet: Die Mont Pèlerin Society (MPS). In der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“ vom 7. November haben sich die Kabarettisten diesem neoliberalen Elitezirkel der besonderen Art angenommen und Aufklärungsarbeit geleistet. Im Interview mit den NachDenkSeiten erklärt Käthner, was es mit der MPS auf sich hat und beleuchtet vor allem ihre Anfangszeit und ihr Wirken in den jungen Jahren der Bundesrepublik.
Käthner sagt, dass es sicherlich kein Problem sei, wenn Eliten sich auch hinter verschlossenen Türen austauschten, aber problematisch werde dieser Austausch dann, wenn die Auffassung vertreten werde, man sei alleine im Besitz der Wahrheit. „Die Strategie der Neoliberalen war“, sagt Käthner, „ganz gezielt über Mittelsmänner in Medien, Wirtschaft und Politik, die eigenen Positionen weiter zu streuen, und so die öffentliche Meinung zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen.“ Das Interview führte Marcus Klöckner.

Herr Käthner, was ist die Mont Pèlerin Society?:

„Es war das erklärte Ziel, auf die Entwicklung der westlichen Länder Einfluss zu nehmen“

Kommentar GB:

Angesichts mehrerer umfänglicher Buchpublikationen zu diesem wichtigen Thema stellt sich mir die Frage, was in diesem Zusammenhang noch forschend erschlossen werden muß?

Literatur (Bsp.):

Jürgen Nordmann: Der lange Marsch zum Neoliberalismus

Vom Roten Wien zum freien Markt – Popper und Hayek im Diskurs,

VSA-Verlag: Hamburg 2005