ZDF. Indoktrination rund um die Uhr

Dr. Gudrun Eussner   –   5. Dezember 2017

„Wenn ich mittags meinen Weißkäse esse und meinen Tee trinke, gucke ich gern fern dabei. Heute habe ich ausnahmsweise Candice Renoir eingeschaltet, das ist eine leichte Krimisendung, die bei uns spielt, in Sète, Département Hérault, früher Region Languedoc-Roussillon, heute Okzitanien.

Merkwürdig an den Folgen ist, daß es von vorn bis hinten pariserisch zugeht, niemals liefe das so bei uns ab, die Pariser Stimmung linker Salons, die Art zu denken und zu leben, auf andere zu reagieren, Lösungen zu finden etc. wird von Paris einfach nach Sète verlagert, was eine Beleidigung für die Stadt und das Département ist, aber darauf können Szenaristen keine Rücksicht nehmen, oder?

Heute habe ich mir unter dem Titel „Kindermund tut Wahrheit kund„, Drehbuchautoren Robin Barataud und Brigitte Peskine, einen Fall angesehen, in dem der sehr beliebte lokale Rugby-Trainer Mathieu zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt liegengelassen wird. Vermutet wird zunächst, daß es ein junger Spieler tat, den der Trainer wegen Doping aus der Mannschaft geworfen hatte. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Trainers sieht Candice Renoir sofort, daß er dort nicht ständig wohnt, daß er ein Geheimnis haben muß. Sie findet in der Wohnung das Foto eines kleinen Mädchens, das rasch als Chloé identifiziert wird, dessen Vater Julien heißt.

Chloé erzählt in der Öffentlichkeit, wie mit ihrem Vater verabredet, Mathieu wäre ihr Patenonkel, stattdessen aber ist er, wie Julien den Polizisten berichtet, einer ihrer beiden schwulen Väter. Das soll geheim bleiben, weil Schwule als Rugby-Trainer nicht akzeptiert würden. Der Trainer verheimlicht im Club, daß er mit einem Partner lebt und eine Tochter hat, eben Chloé. Aus Liebe zueinander hätten beide Männer beschlossen, nicht Mathieu, sondern Julien als Vater amtlich eintragen zu lassen.

Was das für Chloé und die Entwicklung ihrer Identität bedeutet, ist nicht Thema des Filmes.

Das Kind wurde entgegen den in Frankreich tatsächlich, man glaubt es kaum, nach beinahe einjähriger Regierung des Emmanuel Macron! noch immer geltenden Gesetzen von einer Leihmutter geboren, die heute verheiratet in Brasilien lebt. Das deutet darauf hin, daß sie sich aus finanziellen Gründen notgedrungen darauf einließ, was aber ebenfalls im Film verschwiegen wird.

Was das für die Leihmutter und für Chloé bedeutet, interessiert ebenfalls niemanden.

Der Rugby-Trainer ist ihr biologischer Vater. Das kommt raus, weil Chloé es ihrem gleichaltrigen Freund erzählt, die beiden sind nämlich “verknallt”, und der Freund berichtet das seinen Eltern.

Da schlägt der sehr rigide wirkende Vater des Jungen zu: Was kann alles geschehen, wenn der schwule Trainer mit den Rugby-Junioren unterwegs ist, er verginge sich an ihnen, nicht auszudenken!

Das kann aber niemals ein Problem werden, solches ist noch nie vorgekommen, oder?

Wir werden eingestimmt nicht nur auf die „Ehe für alle„, sondern auch auf die Angebote der Reproduktionsmedizin, die allen zu ihrem angeblichen Recht auf ein Kind verhilft, Hetero-Paaren, Lesben, Schwulen, alleinstehenden Frauen und Männern, Transgendern, die eigens eine Gebärmutter eingepflanzt bekommen, einfach allen, die zahlungskräftig sind!

Wer das nicht annimmt, schließt sich selbst aus. Danke, ZDF!“  –

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