Was ist links?

Die progressive Bewegung und ihre Spalter

Gibt es in Deutschland noch so etwas wie eine linke Bewegung? Offenbar nicht, denn es ist mittlerweile gelungen, das Attribut „links“ in einer Weise umzudeuten, die mehr Verwirrung denn Klarheit schafft.

von Gert Ewen Ungar

https://deutsch.rt.com/meinung/63165-was-ist-links-ueber-spaltungsversuche-linker-bewegungen/

Kommentar GB:

Es ist dies m. E. ein wichtiger, sehr lesens- und diskussionswürdiger Artikel.

Die Schlußpassage faßt den Gedankengang wie folgt zusammen:

„Es zeichnet sich ab: Die Seidenstraße ist ein linkes Projekt, ein Friedensprojekt, das über Handel, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch das Zusammenleben der Völker und Nationen fördert. Es wäre die Aufgabe einer linken Bewegung in Deutschland, diesen Impuls aufzunehmen, eine breite gesellschaftliche Diskussion hierzu anzustoßen und diesen Prozess zu fördern.

Den Fokus auf ein naives Verständnis von Migration zu legen, Genderdiskussionen und LGBT-Politik zu betreiben, ohne die Verteilungsfrage zu stellen, geschweige denn sie in einer umsetzbaren Weise zu beantworten, wird die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben.

Die sich als „Neue Linke“ verstehende Bewegung ist ihrem Selbstverständnis Teil des Neoliberalismus. Sie hat weder einen emanzipatorischen noch einen solidarischen noch einen pazifistischen Charakter. All diese traditionell linken Werte sind ihr abhanden gekommen.“

Die politische Erosion dieser postmodern-neoliberalen „Linken“, zu der man wohl auch die Merkel-CDU rechnen darf, sie schreitet voran, mit den jeweiligen parteispeziischen Besonderheiten. Die Bürger merken, daß ihre Interessen von diesen Parteien nicht nur nicht vertreten werden, sondern daß ihnen massiv geschadet wird, nicht nur sozioökonomisch, sondern, ebenso wichtig, auch soziokulturell. Und daher wählen sie tendenziell gar nicht mehr, oder aber andere Parteien. –

Hartmut Kraus kommentiert wie folgt:

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-pseudolinke-islamverteidigung.html

Herrschaftskritisch-emanzipatorische Islamkritik contra „antirassistische“ Verteidigung einer reaktionären Herrschaftskultur

Wie pseudolinke Antimarxisten den Islam verteidigen und mit ihren verleumderischen Rassismusvorwürfen den Rechtspopulisten Anhänger zuführen.

„Je mehr orthodox sozialisierte Muslime, umso besser die Chancen für die erweiterte Reproduktion islamisch regulierter und kontrollierter Herrschaftsräume. Je größer das Potential reaktionärer Muslime, das sich dem Potential der einheimischen Reaktionäre hinzugesellt, umso schlechter das Kräfteverhältnis und damit die Ausgangsbedingen für eine fortschrittliche Gesellschaftsveränderung. Die islamophile Apologetik unter dem Deckmantel des „Antirassismus“ trägt nicht nur zur Verschleierung dieser Tendenzen bei, sondern vergrößert auch den Spielraum für rechtspopulistische Propaganda bei begründet unzufriedenen Teilen der Bevölkerung und wirkt damit in doppelter Hinsicht kontraproduktiv.“

Objektiv bedarf es einer komplett  neuen Linken, die gesamtgesellschaftliche Kapitalismuskritik (die sich nicht auf „Verteilungsfragen“ beschränken darf), allgemeine Religions- und Irrationalismuskritik (Aufklärung 2.0) und herrschaftskritisch-emanzipatorische Islamkritik verbindet.

„Säkulare Demokratie“ umreißt die Grundzüge

http://www.hintergrund-verlag.de/buecher-Saekulare-Demokratie-verteidigen-und-ausbauen.html

Dieser Aufruf ist auch schon erfolgt:

http://www.islam-kritik.de/

Es fehlt schlicht an genügend Leuten, die offensiv und koordiniert die Bretter von den Köpfen entfernen. Allerdings halte ich die Parteimitglieder der „Linken“, Grünen und SPD zu über 90% für verloren. Es geht um die Masse der Unzufriedenen; vor allem der Nichtwähler.“