Drogen, Kriminalität, Terrorismus

Gudrun Eussner Archiv 2001 – 2011

„Am 4. Januar 2001 legte der Direktor des Office of National Drug Control Policy (ONDCP), der pensionierte Viersterne-General Barry McCaffrey, bekannt unter dem Spitznamen „Drogenzar“ und ehemals zuständig für das Kommando des Operationszentrums zum Drogenverbot in Lateinamerika, der US-amerikanischen Regierung seinen Anti-Drogenbericht vor, den 2001 Annual Report on the National Drug Control Strategy. Er hob darin hervor, daß der neue Präsident George W. Bush die nationale Strategie zur Bekämpfung der Drogen beibehalten sollte.

General McCaffrey war auch maßgeblich beteiligt am Plan Colombia, mit dem die USA $ 1,3 Milliarden hauptsächlich militärischer Unterstützung zur Reduzierung des illegalen Kokain- und Heroinhandels bereit stellten. Der Plan sah vor, daß US-Militärberater spezielle kolumbianische Einheiten im Kampf gegen Drogenhändler, und indirekt auch gegen linksradikale Guerillas ausbilden, die den Drogenhandel schützen und von ihm finanziell profitieren.

Das US-amerikanische Militär ist in den USA und im Ausland aktiv im Kampf gegen Drogen eingesetzt. Der „Drogenzar“ behauptet, daß dadurch Drogenkonsum und -handel in den USA zurückgingen. Dies trifft nach allen [bis Februar 2018] vorhandenen Statistiken nicht zu, sondern das Drogenverbot ist kontraproduktiv. Wie in den USA seinerzeit das Alkoholverbot unter dem „Dry Law“, so schafft auch das Drogenverbot viel mehr Probleme als es löst.

Einige Aspekte sollen hier beleuchtet werden.“ (…)

http://eussner-archiv.blogspot.de/2018/02/drogen-kriminalitat-terrorismus.html