Gegenwarts-Bewältigung durch Realitäts-Verweigerung

„Wie antisemitisch ist Deutschland“ fragte Anne Will in ihrer letzten Sendung. Die Antwort ist schnell gefunden: Sehr. Über 70 Jahre Entnazifizierung und hunderttausende KZ-Besuche von Schulklassen später wird klar: Die weltweit einzigartige Erinnerungskultur der Deutschen war für die Tonne. Wir sind offiziell unverbesserlich. Nicht nur antisemitisch, sondern generell fremdenfeindlich. Daran ändert auch die Aufnahme von 1,5 Millionen Migranten, die uns nicht selten genauso wenig mögen, wie wir uns selbst, nichts.“ (…)

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Kommentar GB:

Der heutige sogenannte Antisemitismus in Deutschland ist eine absichtsvolle Falschbezeichnung.

Tatsächlich handelt es sich dabei um den aus den Wurzeln des Islams stammenden, koranisch gebotenen, also den primären und originären uralten Judenhaß der Muslime.

Die Muslime sind nicht antisemitisch, denn wären die Muslime „antisemitisch“, dann fielen sie selbst mit unter diese Bezeichnung. Der Begriff ist daher ungeeignet, weil er selbst der pseudobiologischen Redeweise folgt und das Wesentliche mehr verdunkelt als erhellt.

Der europäische Judenhaß, der christlich-religiöse Wurzeln hatte und der im 19. Jahrhundert säkularisiert und pseudobiologisch umgedeutet wurde (Gobineau, Chamberlin) ist es, der – umgangssprachlich und schief – mit „Antisemitismus“ gemeint ist.

Dieser Judenhaß tritt heute so nicht mehr in Erscheinung, oder wenn doch, dann nur ausnahmsweise und marginalisiert, aber er maskiert  oder larviert sich, besonders gern,  häufig und unverstanden innerhalb der politischen Linken i.w.S., als Antizionismus oder als Islamophilie, die hierzulande nicht nur aber besonders gern als propalästinensisches Engagement auftritt. Daß die Islamisierung Europas den muslimischen Judenhaß mitbringt, der in seinen Impulsen unbewußt so vertraut ist, ist Teil dieser speziellen Willkommenskultur.

Aber das wollen die Betroffenen gar nicht wissen, und sie wehren sich stets heftig gegen diese buchstäbliche „Entlarvung“.

Die primären, sicherlich meist nicht bewußten Impulse des Judenhasses können sich dergestalt wieder in der Öffentlichkeit blicken lassen, denn sie werden in der Regel nicht als das erkannt, was sie tatsächlich sind. Und dieselben Leute, die das tun, legen dann besonderen Wert auf öffentliche Erinnerungsrituale, um danach sogleich zu den angeblich befreundeten „Palästinensern“ zu reisen.

Pogrom ist ein russisches Wort, und die „Protokolle der Weisen von Zion“  waren nachgewiesenermaßen eine Fälschung des russisch-zaristischen Geheimdienstes.

Die Dreyfus-Affäre fand in Frankreich statt, Frankreich, in dem sich heute der muslimische Judenhaß breitmacht, während eben deshalb zehntausende Juden nach Israel ausgewandert sind.

Ein weiteres Zentrum dieses europäischen Judenhasses war Wien, in dem der vaterlose junge Mann aus Braunau leider nicht zum Kunststudium aufgenommen wurde, und der, geprägt vom Zeitgeist dieses damaligen Milieus, statt dessen fatalerweise „beschloß,  Politiker zu werden“.

Dieser Judenhaß wütete bekanntlich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Sein Zentrum war Deutschland, aber Kollaborateure (wie auch deren Gegner) gab es in allen europäischen Ländern. Es ist heute im übrigen kaum noch bekannt, daß der aus Italien stammende Faschismus eine europäische Bewegung und Erscheinung war. Aus diesen Gründen ist die Fokussierung auf Deutschland zwar nicht falsch, aber stark verkürzt, ungenau und unvollständig.

Die deutsche Erinnerungskultur bezieht sich richtigerweise auf diese historischen Prozesse, und sie betont zu Recht die Verantwortung der – schuldlosen – Nachgeborenen vor der Geschichte. Daraus ergeben sich Konsequenzen, übrigens angesichts anderer Taten anderer ebenso für jene:

es darf weder Vergessen einsetzen, noch darf verleugnet oder bagatellisiert werden, was geschehen und nicht mehr zu ändern ist.

Was aber falsch und schädlich ist, das ist, Verantwortung als rationale und moralphilosophische Kategorie durch irrationale „Schuld“ zu ersetzen, die den Nachgeborenen eben nicht zukommt.