Geschlecht ist mehr als eine Glaubensfrage

Die Gender-Grenzen [?] zwischen Mann und Frau sind durchlässig geworden. [? GB]
Was da genau passiert ist, zeigt ein Rückblick auf die seit Mitte des 20. Jahrhunderts laufende Debatte.
Joanna Williams 16.2.2018

https://www.nzz.ch/feuilleton/geschlecht-ist-mehr-als-eine-glaubensfrage-ld.1345306

Kommentar GB:

Die Autorin macht denselben Fehler wie praktisch die gesamte Gender-Literatur:

Postulate, Annahmen, vielzitierte Aussagen von irgendwem, philosophische Reflexionen, bloße Hoffnungen oder Meinungen werden auf derselben Ebene verhandelt wie methodisch gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse einer Naturwissenschaft, über die so eben nicht geredet werden kann, außer an der genderistischen Kaffeeklatschtafel, an der die Kugelgestalt der Erde oder ähnlich ungewisse Befunde bestritten werden mögen, und zwar so lange:

„bis der Arzt kommt“, wie man das umgangssprachlich wohl so nennt.

Was dabei völlig fehlt, das ist die Selbstreflexivität auf das Leiden und die Motive hin, die diesen außerwissenschaftlichen gesellschaftlich-politischen Diskurs treiben:

Es sind dies die subjektiven Leiden und die partialen Interessen der Nicht-Heteronormalen, denen es darum geht, ihr minoritäres Weltbild zu normalisieren, zu verallgemeinern und so zur allgemeinen Norm zu erheben.

Und das wird über den Staat vollzogen, indem ohne Einverständnis mit den Eltern, den Erziehungsberechtigten also, unter dem Vorwand der nicht-heteronormalen „Sexualaufklärung“ normativ-steuernd auf die kindliche Sozialisation außerhalb der Familien zugegriffen wird; siehe hierzu die Debatte zur „Frühsexualisierung“. Man kann das derzeit in der politischen Praxis in Berlin besichtigen.

Daher ist es völlig klar, berechtigt und sehr notwendig, daß sich Heteronormale dieser staatlich erzwungenen nicht-heteronormalen Übergriffe auf Kinder und Jugendliche erwehren.

Und:

https://www.nzz.ch/feuilleton/geschlechterforschung-der-kampf-um-gender-ld.1314788

und

https://www.nzz.ch/feuilleton/gender-studies-die-geschlechterillusion-ld.155119

und

Ulrich Kutschera: Das Gender-Paradox