US-Regierung setzt zum Angriff auf Europas Autobauer an

Die USA machen Ernst im Kampf gegen Europas Autobauer.

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/03/03/us-regierung-setzt-zum-angriff-auf-europas-autobauer/?nlid=b76115fc4d

und

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/handelskrieg-zwischen-eu-und-usa-brigitte-zypries-wir-werden-donald-trump-deutlich-antworten/21027746.html

Kommentar GB:

Die Dialektik der Globalisierung verschafft sich auf wirtschaftlicher Ebene Geltung, weil die globalistisch erzeugten Probleme nach Lösungen drängen.

Die Problematik der Außenhandelsungleichgewichte ist in zwei Phasen zum manifesten und jetzt massiv anwachsenden Großproblem geworden.

Erstens durch die durch den EURO aufgrund des Wegfalls der Währungsab- und aufwertungen mitbedingten Krise, die sich in der schlechten wirtschaftlichen Lage der südeuropäischen Staaten ausdrückt (Angela Merkel: „Exportweltmeister Deutschland“):

hierzu finden sich zahlreiche kompetente Beiträge auf dem Blog Makroskop (Heiner Flassbeck);

zweitens durch den (fragwürdigen) Versuch von Donald Trump, eine protektionistische Lösung für die US-Außenhandelsdefizite zu finden. Aber nicht auf das übliche – jedoch wohlfeile – Schimpfen auf Trump kommt es hier an, sondern darauf, die Außenhandelsungleichgewichte, also Überschüsse einerseits und entsprechende Defizite andererseits, endlich angemessen als ein generelles Problem der Wirtschaftspolitik zu begreifen und wirtschaftspolitisch-praktisch zu lösen.

In dieser Hinsicht kann eben nicht einfach wie bisher weitergemacht werden, wie aber die Exportwirtschaft und die Globalisten wähnen. Auch die deutsche Exportwirtschaft wird, ob es ihr paßt oder nicht, umdenken und sich neu orientieren müssen, ebenso die EU-Kommission.

Freihandel ist aus wirtschaftstheoretischer Sicht zwar (insgesamt) besser als Protektionismus, aber die Außenhandelsgleichgewichte müssen, in längerer Frist betrachtet, gewahrt bleiben, sonst folgt ein Scheitern mit Notwendigkeit.

Diese Einsicht wird in der Regierungspropaganda ebenso hartnäckig verleugnet wie in der medial-öffentlichen Debatte. Um sie geht es.