„Bis sie sich nicht mehr trauen“

„Am 19. März 2018 veröffentlichte die taz einen Kommentar von Adrian Schulz unter der Überschrift „Mit Nazis reden bringt nichts“. In diesem Kommentar steht, auf der Buchmesse in Leipzig hätten Nazis „ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Buchmessenstände geltend gemacht“. Der Autor kritisiert, dass es keinen lauten Protest gegen die Messestände, die dort ausgestellten Bücher und ihre Autorinnen und Autoren gegeben hätte und führt aus, wenn es keinen Protest gegen „diese Nazis“ gäbe, würden sie die Plätze immer mehr füllen. Daher müsse man ihnen das Leben so schwer wie möglich machen, in dem man Räume blockiere und Räume besetze:

„Nazis sind keine missverstandenen „Populisten“ oder gar Linke, die es zu bekehren gälte. Die wollen das genau so – rechtsextrem sein. Man muss sie deshalb sozial ächten. Bis sie sich nicht mehr trauen, auch nur zum Bäcker zu gehen.“

Ich kann dieser Forderung von Adrian Schulz nicht folgen!“ (…)

„Bis sie sich nicht mehr trauen“

Kommnetar GB:

Im Mittelalter genügte es, jemanden als „Ketzer“ zu denunzieren, und schon wurde es lebensgefährlich für den betreffenden Menschen. Siehe hierzu den Roman:

Die schwarze Flamme: Roman, 1991, von Marguerite Yourcenar

https://www.amazon.de/Die-schwarze-Flamme-Marguerite-Yourcenar/dp/3446140883/ref=asap_bc?ie=UTF8