Kleine Renaissance der Ehe

Aufsatz des Monats, 2018 / 3, 14.03.2018


Mehr Hochzeiten, weniger Scheidungen, längere Beziehungen:

Ein Trend mit Chancen für Staat und Kirche

Von Jürgen Liminski

„Es wird wieder mehr geheiratet in Deutschland. 2016 gaben sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 410.000 Paare das Ja-Wort, zehntausend (2,6 Prozent) mehr als im Vorjahr und 2014 waren es nur 386.000. Der Trend ist erkennbar. In den fünfziger Jahren freilich waren es rund 600.000 Eheschließungen, in den sechzigern begann die Kurve zu sinken um bis zur Jahrtausendwende deutlich mehr als ein Drittel zu verlieren. Das ist nicht so dramatisch wie die Geburtenzahlen, die sich im vergleichbaren Zeitraum glatt halbierten, aber der Zusammenhang ist eindeutig. Die meisten Kinder – mehr als achtzig Prozent – werden auch heute in Ehen geboren. Etwa 90 Prozent der verheirateten Frauen zwischen 40 und 44 Jahren haben Kinder. Bei Ehepaaren wachsen in Deutschland rund 10 Millionen Kinder auf, drei von vier Kindern leben bei ihren leiblichen und verheirateten Eltern. Der Staat hätte ein Interesse daran, die Ehe zwischen Mann und Frau zu fördern.

Warum wird wieder mehr geheiratet, obwohl es heute ökonomisch wegen der Emanzipation der Frau nur noch bedingt und gesellschaftlich nicht mehr mainstreamig ist, wie die FAS jüngst in einem ganzseitigen Beitrag zu begründen versuchte?“ (…)

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