Medienspiegel

Andrea Nahles mit 66,35 Prozent gewählt

Neue Vorsitzende der SPD

  • Aktualisiert am 22.04.2018

Die Delegierten des SPD-Parteitages haben in Wiesbaden Andrea Nahles zur neuen Vorsitzenden gewählt.

Sie ist die erste Frau in diesem Amt seit der Parteigründung vor mehr als 150 Jahren.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/andrea-nahles-mit-66-35-prozent-gewaehlt-15554611.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nach-der-wahl-von-nahles-die-spd-in-der-sackgasse-15554857.html

Kommentar GB:

Die SPD ist Teil der postmodernern Pseudolinken, die die bestehenden Probleme teils selbst erzeugt, regelmäßig verschärft und zugleich aggressiv verleugnet, während obskure Nebensächlichkeiten immer kleinerer Minoritäten zu politischen Themen aufgebauscht werden.

Es sollte mich daher sehr wundern, wenn sich der Abstieg der SPD nicht weiter fortsetzte. Es fehlt allererst an einer kritischen Selbsterkenntnis als Voraussetzung eine Selbstkorrektur. Um das zu vermeiden wird lieber „nach vorne geschaut“, und es werden neue, vermutlich unbegriffene Schlagworte eingeführt, wie z. B. das der Digitalisierung. Gelernt aber wird nicht.

Ähnliches gilt auch für die in anderen Parteien organisisierten Fraktionen der postmodernen Pseudolinken.

Einerseits bemüht sich z. B. die LINKE zumindest rhetorisch um eine Verteilungspolitik zugunsten subproletarischer Schichten, die von Marx in seiner Zeit als Lumpenproletariat bezeichnet wurden. Dieses wächst derzeit immigrationsbedingt schnell an, und das geht nicht nur finanziell, sondern auch bezüglich der inneren Sicherheit und der bisher selbstverständlichen kulturellen Identität zu Lasten der Arbeiterklasse sowie der Mittelschichten, die sich deshalb allesamt von der postmodernen Pseudolinken insgesamt zu Recht verraten fühlen, und die sich daher Alternativen sucht, sofern die Einsicht in diesen Zusammenhang schon da ist.

Prompt setzt dann reaktiv das ebenso alberne wie dümmliche pseudolinke Gejammere über den sogenannten Rechtspopulismus oder die sinkende Wahlbeteiligung ein, selbst in Zeitschriften der LINKEN, die es besser wissen könnten und sollten.

Andererseits biedert sich die LINKE zwecks besserer Regierungsbeteiligungschancen bei den GRÜNEN an, die zeitweilig – oder zwar immer noch, aber immer weniger – als Avantgarde der vereinigten Pseudolinken auftreten, die aber faktisch längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind, und die überdies noch gravierendere Personalprobleme haben als die anderen Parteien, einschließlich der CDU übrigens.