Medienspiegel

Der Völkermord an den Armeniern war nur der Anfang

26.04.2018

Armenische Mädchen, von Soldaten des jungtürkischen Regimes ans Kreuz genagelt. Um ihres Glaubens willen. Dieses Bild ist grauenerregend. Es ist eine der raren Originalphotographien, die Augenzeugen in den Jahren 1915 und 1916 aus dem Gebiet Armeniens herausschmuggeln konnten. Am 24. April jährt sich der Beginn dieses Genozids, vor genau 103 Jahren begann der armenische Holocaust [ ? / sic! => der Genozid].

http://www.theeuropean.de/sebastian-sigler/13915-voelkermord-an-den-armeniern-gedenken

Kommentar GB:

Der heute regelmäßig verwendete Begriff des „Holocaust“ entstammt der Kulturindustrie, denn so wurde nach Ende der frühen Nachkriegszeit jene in der BRD ausgestrahlte US-Fernsehreihe betitelt, die die massenhafte und planmäßige Vernichtung der europäischen Juden durch das NS-Regime visualisierte und damit einem deutschen Massenpublikum nahebrachte, und zwar mit erheblicher Wirkung. Ob allerdings durch diese Fernsehreihe, an  die ich mich erinneren kann, damals mehr und anderes bewerkstelligt wurde als Schuldbewußtsein zu schaffen, und zwar vorzugsweise bei den Nachgeborenen, anstatt Auseinandersetzung und Reflexion, und vielleicht sogar (falls überhaupt möglich) Verarbeitung zu ermöglichen, das ist doch sehr die Frage. Ein pathologisches Schuldbewußtsein der Nachgeborenen erzeugte jedoch weitere Pathologien in Wahrnehmung und Verhalten, und diese sind heutzutage mit Händen zu greifen – und wiederum zum Schaden der Juden.

Diese Vernichtungsstrategie gegen das europäische Judentum wird mystifizierend „Holocaust“ genannt und zugleich mit anderen Genoziden gleichgesetzt, was seine Singularität einebnet.  Hierzu aus jüdischer Sicht:

http://www.antisemitismus.net/shoah/holocaust.htm

und

https://de.wikipedia.org/wiki/Shoah_(Film)