Medienspiegel

Faust in der Tasche – die Wirkungen der MeToo-Kampagne

18. 03. 2018

  1. „Die MeToo-Kampagne ist unter den ca. 60 feministischen Twitter-Kampagnen der letzten 5 Jahre mit Abstand die umfangreichste und mit bisher 5 Todesopfern die folgenreichste.
  2. Die feministischen Kampagnen sind vor allem deshalb so erfolgreich, weil sie durch die großen Medien massiv unterstützt und sozusagen industriell produziert werden. Wir zeigen dies hier am Beispiel der MeToo-Kampagne, die von ZEIT Online mit knapp 200 Artikeln von ca. 120 Autoren massiv gesponsort wurde.
  3. Die Artikel der ZEIT-Online-Kampagne vertreten zu ca. 90% feministische Standpunkte bzw. Propaganda, kritische Artikel sind die Ausnahme. Die medienpsychologische Gesamtwirkung der Kampagne ist eine pauschale Hetze gegen „die Männer“.
  4. Daß die Kampagne i.w. feministische Propaganda und Desinformation betreibt, wird von einem sehr großen Teil der Leser durchschaut, wie man an den weit überwiegend negativen Kommentaren erkennt. Die Kampagne unterminiert daher (ggf. ungewollt) das ohnehin schwindende Vertrauen in die Presse.
  5. Die Protagonisten schreiben ihrer Kampagne zu, eine gesellschaftliche Debatte über eventuelle Probleme im Geschlechterverhältnis anzuschieben. Tatsächlich scheint es umgekehrt zu sein: die Fronten werden vielfach verhärtet, eine rationale Diskussion wird unwahrscheinlich, und – wie eine Protagonistin wohl zu recht vermutet – ein Großteil der Männer verabschiedet sich aus der Diskussion, mit der Faust in der Tasche.“
Kontext

„Der feministische Aktivismus setzt seit rund 10 Jahren gezielt soziale Medien ein, um die eigene Agenda politisch wirksam umzusetzen, indem man feministische Fakten in das öffentliche Bewußtsein implantiert. Wie in der Liste feministischer Twitter-Kampagnen ersichtlich, werden seit 2013 jährlich ca. 10 Kampagnen initiiert.

Am Anfang einer Kampagne steht ein beliebiger Auslöser, nur dieser Teil ist wirklich spezifisch pro Kampagne. Das initiale Thema der Kampagne wird nach kurzer Zeit thematisch verallgemeinert, i.d.R. auf den universalen, immerwährenden Opferstatus von Frauen und die Beschwörung von Alltagssexismus. D.h. nach der initialen Phase sind alle Kampagnen inhaltlich praktisch identisch. Daher müssen die Kampagnen auch im Verbund betrachtet werden, sie überlappen zeitlich und inhaltlich. Die MeToo-Kampagne ist so gesehen nur die Spitze eines Eisbergs und ihre Wirkung ohne die jahrelange Vorarbeit durch frühere Kampagnen nicht denkbar.

Unterstützt werden die Kampagnen regelmäßig durch massives mediales Sponsoring (entsprechende Anzeigen würden Hunderttausende kosten). D.h. obwohl die Kampagnen sich als Graswurzelbewegung und massenhafter Aufschrei darstellen, handelt es sich um sozusagen industriell hergestellte mediale Ereignisse, in die immer wieder die gleichen Medien (und teilweise Parteien) involviert sind, also um Astroturfing. Einmal mehr wird die These bestätigt: soziale Probleme werden sozial konstruiert, die medial konstruierte Realität hat nicht notwendig viel mit der „realen Realität“ zu tun.“ (….)

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