Abdel-Samad: „Deutschland hat große Defizite“

Interview mit Islamkritiker
Iris Hetscher 12.05.2018 63 Kommentare

https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-kultur_artikel,-abdelsamad-deutschland-hat-grosse-defizite-_arid,1729304.html

Kommentar GB:

Zitat:

(…)

„Was ist mit der Religionsfreiheit? 

Da hört die Zustimmung ganz schnell auf, wenn jemand so frei ist, und sich nicht mehr zum Islam bekennen will.

Sie möchten den Artikel 4 des Grundgesetzes, der die Religionsfreiheit garantiert, auch gerne einschränken. 

Das muss man dringend, weil die Meinungsfreiheit ein großes Geschenk ist, das man schützen muss.

Aber die Religionsfreiheit doch auch.

Nein, weil es für sie bisher keine Schranken im Grundgesetz gibt. Die muss man dringend aufbauen; die Meinungsfreiheit endet ja auch dort, wo man jemanden diffamiert oder bedroht. Religionsfreiheit muss bedeuten: Du kannst die Grundsätze befolgen. Im Islam gibt es fünf: Beten, Fasten, nach Mekka gehen, bezeugen, dass Allah der einzige Gott ist und Mohammed sein Prophet, und den Armen Almosen spenden. Es gibt kein Gebot, das vorschreibt, dass eine Frau ein Kopftuch tragen muss oder dass es ihr verbietet, am Schwimmunterricht teilzunehmen. Und auch keins, dass Kantinen fordert, in denen es kein Schweinefleisch mehr gibt.

Diese ganzen Sonderrechte sind kontraproduktiv; Religionsfreiheit bedeutet nicht Narrenfreiheit und sie muss sich anderen Grundgesetzartikeln, beispielsweise der Meinungsfreiheit oder der Gleichberechtigung von Mann und Frau, unterordnen. Sie darf auch das Recht auf freie persönliche Entfaltung niemals einschränken. Im Moment ordnet man der Religionsfreiheit alles unter: Warum bekommen Menschen, die an Legenden glauben, egal ob Christen oder Muslime, so viel Macht eingeräumt? Ich verstehe das nicht.“ (…)

Hierzu aus juristischer Sicht:

https://www.amazon.de/Grenzen-Religionsfreiheit-am-Beispiel-Islam/dp/3428135059

Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam.

„Muslime wollen den Islam, ihre Religion, auch in Deutschland leben. Sie bauen Moscheen und Minarette, welche die Herrschaft Allahs propagieren. Musliminnen kleiden sich wie im Orient. Schon ruft der Muezzin zum Gebet. Die Scharia soll möglichst zur Geltung kommen. Dafür berufen sich die Muslime auf die Religionsfreiheit und werden darin, soweit irgendwie tragbar, von Politik, Rechtsprechung, Medien und Wissenschaft unterstützt. Das Bundesverfassungsgericht hat die Freiheiten des Glaubens und des Bekenntnisses und die Gewährleistung der ungestörten Religionsausübung zu einem vorbehaltlosen Grundrecht der Religionsfreiheit zusammengefaßt und dieses nicht nur weit ausgedehnt, sondern auch in einen denkbar hohen Rang gehoben. Nur gegenläufigen verfassungsrangigen Prinzipien muß das Grundrecht, zu leben und zu handeln, wie es die Religion gebietet, weichen. Die schicksalhafte Dogmatik ist neu zu bedenken, weil der Islam eine verbindliche Lebensordnung ist, die mit westlicher Kultur schwerlich vereinbar ist. Die Säkularität ist ihm fremd. Der aufklärerische Vorrang des Staatlichen vor dem Religiösen ist religionspluralistisch zwingend. Grundrechte, die freiheitliche demokratische Ordnung umzuwälzen, kann es wegen des gegenläufigen Widerstandsrechts nicht geben. Auch die Religionsgrundrechte lassen es nicht zu, daß die Erste Welt, das Diesseits, von Vorstellungen einer Zweiten Welt, des Jenseits, beherrscht wird. Die Dogmatik der Religionsgrundrechte wirft Fragen nach Meinen, Wissen und Glauben, nach politischer Freiheit und religiöser Herrschaft, nach Diesseits und Jenseits, nach Staat und Religion auf, die Frage nach einer Republik, deren fundamentales Prinzip die Freiheit der Bürger ist, die demokratisch zum Recht finden.“

und ausführlich:

http://www.kaschachtschneider.de/2011/02/16/verfassungswidrigkeit-islamischer-religionsausuebung-in-deutschland/

sowie:

Hartmut Krauss:

http://www.hintergrund-verlag.de/buecher-der-islam-als-grund-und-menschenrechtswidrige-weltanschauung.html