Blackrock: die Organsiation der Geldmacht

Heute schreiben die Nachdenkseiten:

“ 1. Ein Geldkonzern auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft
Blackrock, der globale Geldriese mit Kunden in 100 Ländern

  • untergräbt als allgegenwärtiger Großaktionär den marktwirtschaftlichen Wettbewerb;
  • arbeitet so eng mit Aufsichtsbehörden und Regierungen zusammen, dass die Grenzen zwischen privatem Kapital und dem Staat verschwimmen;
  • treibt die Privatisierung der Altersvorsorge voran, um Sparkapital in seine Fonds zu lenken;
  • und verfügt über ein starkes Netzwerk politischer Verbindungen, das einer möglichen Regulierung entgegensteht.

Blackrock „steht für eine extreme Konzentration wirtschaftlicher Macht in den Händen weniger, die werden sie nutzen“, konstatiert der Politikwissenschaftler Elke Heemkerk von der Universität Amsterdam, der mit dem Forscherteam „Corpnet“ die Strukturen der globalisierten Ökonomie analysiert. „Die schiere Größe von Blackrock erzeugt eine Marktmacht, die kein Staat mehr kontrollieren kann“, fürchtet auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Theurer, der als langjähriger EU-Parlamentarier Erfahrungen mit dem Wirken des Geldriesen machte. „Larry“ Fink, wie er gemeinhin genannt wird, habe „den besten Weg zur globalen Vorherrschaft“ gefunden, urteilte jüngst auch das britische Magazin „Economist“.“
Quelle: Tagesspiegel

Anmerkung: Die NachDenkSeiten haben oft auf die fragwürdige Rolle von BlackRock hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu erneut BlackRock und Co.: Das globalisierte Finanzkapital und Vortragsfolien: BlackRock und Co. – Wie sich das Finanzkapital die Welt zu eigen macht.

Hinweise des Tages

Kommentar GB:

Es muß in diesem Zusammenhang auf den verstorbenen Soziologen

Hans-Jürgen Krysmanski und sein Buch „Hirten & Wölfe“ hingewiesen werden:

https://www.uni-muenster.de/PeaCon/hw-online/

Von ihm stammt die neue soziologische Kategorie der „Geldmacht„, womit die finanzielle Macht der Superreichen ( = Milliardäre mit einem zweistelligen Milliardenvermögen und einer operativen Tageskasse von mindesten 300 Mio. $) gemeint ist.

Deren ökonomische Organisationsform sind Asset Management – Firmen wie Carlyle oder Blackrock. In kleinerem Rahmen entsprechen ihnen die family offices, in denen deutlich kleinere Großvermögen, teils in Familienbesitz, verwaltet werden.

https://www.carlyle.com/

https://www.blackrock.com/de/privatanleger/site-entry?userTypeAgnostic=true&nc=true&targetUrl=%2Fde%3FsiteEntryPassthrough%3Dtrue

Literatur:

C. Wright Mills

Die Amerikanische Elite – Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten

Holsten Verlag: Hamburg 1962

und

Chrystia Freeland

Die Superreichen – Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite

Frankfurt/Main 2013

Sowohl George Soros als auch Donald Trump gehören dieser neuen Geldelite an, zu der u. a. auch die arabischen Ölscheichs gehören. Gelegentlich werden sie als „Oligarchen“ bezeichnet.

Der Superreichtum ist ihre vermutlich einzige Gemeinsamkeit.