Deutsch-türkische Paare: Leider kein Türke

Als Afet ihren Mann traf, stimmte alles – nur nicht, dass er Peter hieß. Für ihre türkische Familie kam ein deutscher Schwiegersohn doch nie infrage.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-05/deutsch-tuerkische-paare-beziehung-probleme-vorurteile-tradition/komplettansicht

Kommentar GE:

„Musliminnen (dürfen) keine Nicht-Muslime heiraten dürfen, daß die Ehemänner, schon allein um den Familien ihrer Ehefrauen nicht zu schaden, zumindest pro forma konvertieren müssen. Ich kenne mehr als ein solches Ehepaar.“

Frage GB:

Was verlangt hier der Islam?

Antwort Hartmut Krauss:

(…) „Aufgrund der umfassenden Vormachtstellung des Mannes gegenüber der Ehefrau und den Kindern ist es einem muslimischen Mann gestattet, auch eine nichtmuslimische Frau zu heiraten, da davon ausgegangen wird, dass die Kinder in der patriarchalisch dominierten und kontrollierten Familie islamisch erzogen bzw. sozialisiert werden1. Demgegenüber ist es der Frau prinzipiell verwehrt, einen Nichtmuslim zu heiraten2, da dann die sehr reale Gefahr besteht, dass die Nachkommenschaft der Übermacht nichtislamischer Einflüsse unterliegt und der Umma verloren geht3. Die maßgebliche Orientierung liefert Sure 2, Vers 221 des Korans: „Und heiratet nicht heidnische Frauen solange sie nicht gläubig werden! Eine gläubige Sklavin ist besser als eine heidnische Frau, auch wenn diese euch gefallen sollte. Und gebt nicht (gläubige Frauen) an heidnische Männer in die Ehe, solange diese nicht gläubig werden! Ein gläubiger Sklave ist besser als ein heidnischer Mann, auch wenn dieser euch gefallen sollte.“ (Paret)

Von den Befragten der Studie „Muslime in Deutschland“ (2007) waren 74% verheiratet und 9,4% liiert. Die Kinderzahl der Probanden lag im Durchschnitt bei 2,4. Von den Verheirateten gaben 95,8% an, dass der Ehepartner auch ein Muslim ist. Muslimische Frauen mit einem nichtmuslimischen Ehemann kamen überhaupt nicht vor. D. h. gemischte Ehen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen sind eine sehr seltene Ausnahme.

Gerade die islamischen Heiratsnormen verdeutlichen den engen Zusammenhang zwischen (a) weltanschaulich-normativem Herrschaftsanspruch, (b) vielfach noch vormoderner agrarischer Ökonomie und (c) der Kontrolle familialer Reproduktion4. „

Auszug aus: Hartmut Krauss, Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung, Osnabrück 2013, S.75f.

1 Allerdings gilt nach einem Hadtith folgende Einschränkung: „Gott der Erhabene sagte: ‚Und heiratet keine heidnischen Frauen, bevor sie gläubig werden’“(Al-Buhari 1991, S. 335)

  • 2 Die Scharia besagt in offenherziger Passiv-Form: „… noch ist es erlaubt oder gültig für eine muslimische Frau, an jemand anders als an einen Muslim verheiratet zu werden.“ „(Einer Muslimin, die im Exil einen Nicht-Muslimen heiratet, droht bei der Ausschaffung in ein fundamentalistisch regiertes Land die Steinigung, da ihre Ehe mit dem Nicht-Muslim ungültig ist und sie folglich Unzucht begangen hat.)“

  • http://ncwdi.igc.org/html/shariavfc.html

3 Dass auch der Katholizismus als feudal-mittelalterlich geprägte religiöse Herrschaftsideologie ‚Mischehen’ verbietet, ermäßigt nicht die Kritik am normativ erheblich geringer gebändigten Islam.

4 Nach einer Überlieferung soll der Prophet gesagt haben: „Vier Kriterien sind für die Entscheidung ausschlaggebend, eine Frau zu heiraten: Ihr Vermögen, das Ansehen ihrer Familie, ihre Schönheit und ihre Frömmigkeit. Wähle die fromme Frau! Im anderen Fall könntest Du Schaden nehmen“ (Al-Buhari 1991, S. 333).