«Für Frauen hat sich die Sicherheit im öffentlichen Raum verschlechtert»

Susanne Schröter, Professorin für Ethnologie, steht in ihrer Disziplin mit kritischen Beiträgen zur Migrationsdebatte ziemlich alleine da. Im Interview spricht sie über gewalttätige Zuwanderer, Kritik von links und den Einfluss der Islamverbände.
Jonas Hermann, Berlin 16.6.2018

https://www.nzz.ch/international/fuer-frauen-hat-sich-die-sicherheit-im-oeffentlichen-raum-verschlechtert-ld.1394976

Kommentar GB:

Daß sich die Sicherheitslage verschlechtert hat, das ist nichts Neues und gut bekannt, aber dennoch ist ein solches Interview für die öffentliche Auseinandersetzung wichtig.

Man könnte übrigens bezweifeln, ob „Ethnologie“  mehr als ein Quotenfrauenversorgungsfach ist – selbstverständlich mit Ausnahme von Frau Schröter – wenn man diese Passage liest:

„Sie lehren Ethnologie – eine Disziplin, die sich eingehend mit dem Kolonialismus beschäftigt hat und maximal skeptisch gegenüber der westlichen Kultur ist. Gibt es diesen kritisch-ethnologischen Blick auch auf islamische Gesellschaften?

Definitiv nicht. Die Ethnologie hat in ihrer Geschichte etwas sehr Positives geleistet, indem sie sich mit den Stereotypen der westlichen Kultur auseinandergesetzt hat. Aber sie ist dann dabei stehengeblieben, sich immer auf die Seite von Minderheiten zu schlagen: Einwanderer, Muslime und so weiter. Die kritische Reflexion bleibt dabei aus, weil man diese Gruppen nur als Opfer wahrnimmt; was übrigens ziemlich paternalistisch ist.

Ist an den ethnologischen Instituten ein offener Diskurs über die Folgen der Asylkrise möglich?

Das weiss ich nicht. Im Moment findet er jedenfalls nicht statt, obwohl sich das Thema bestens für ethnologische Betrachtungen eignen würde.“ (…)

Bei der Weiterentwicklung der Bildungspolitik sollte dies zukünftig angemessen berücksichtigt werden!