Was Islamisierung bedeutet und wie sie abläuft

Ramadan im Kontext der Islamisierung

 

Hartmut Krauss

 

Was selbst viele Menschen, die sich islamkritischen Positionen annähern, manchmal nicht begreifen, ist Folgendes:

 

Bezogen auf den Islam lassen sich („unpolitische“) Ritualnormen und („politische“) Sozialnormen nicht strikt mechanistisch voneinander trennen. Vielmehr ist  eine enge wechselseitige Abhängigkeit von Ritualnormen und sozialen Herrschaftsnormen im Interesse der Reproduktion eines ganzheitlichen Ordnungssystems wesensbestimmend. Der Vollzug ritueller Pflichthandlungen (als Einzelnes) bedeutet demnach nichts anderes als die Bekundung der Anerkennung der islamisch-gottesgesetzlichen Herrschaftsordnung (als Ganzes).

 

Generell gilt: Werden im „Gebiet des Krieges“ (Land der Ungläubigen) aufgrund der dortigen Ansammlung von Muslimen islamische Pflichtriten vollzogen (Fastenbrechen, Freitagsgebete etc.), wird es bereits dadurch im muslimischen Verständnis zum „Gebiet des Islams“, „und zwar ohne Rücksicht auf die geographische Lage und die andersgläubige einheimische Bevölkerung“ (Nagel 2014, S. 300). „Integration“ bedeutet deshalb im islamischen Verständnis nicht etwa Eingliederung in eine nichtmuslimisch normierte säkulare Gesellschaft, sondern ganz im Gegenteil unangefochtene (von den Ungläubigen zu akzeptierende) Einführung einer islamisch normierten Lebensweise in ein fremdkulturelles System.

 

Solange das nicht begriffen wird, läuft der Kampf gegen Islamisierung ins Leere bzw. bleibt auf halbem Wege stecken.

Siehe hierzu den erhellenden Ramadan-Bericht 2018 für Europa mit aufschlussreichen Beispielen

https://de.gatestoneinstitute.org/12591/ramadan-bericht-europa

Grundsätzlich:  http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-hartmut-krauss-islamisierung-als-reales-phaenomen.html