Medienspiegel

Brennpunkt Afrika

Auch wenn die Debatte unbequem ist, müssen wir sie endlich führen

Brennpunkt Afrika – Auch wenn die Debatte unbequem ist, müssen wir sie endlich führen

Kommentar GB:

Das Realitätsprinzip setzt sich durch. In diesem Fall bei Jens Berger. Gratulation.

Es ist ja schön, wenn nun endlich jemand in der postmodernen Pseudolinken nicht länger deren Schwarmdummheit erliegt, sondern die Realitäten wenigstens ein Stück weit zur Kenntnis nimmt und hier damit begonnen hat, ein paar vernünftige Überlegungen anzustellen.

Man kann das nur begrüßen.

Allerdings sind die Zweifel groß, daß die Fraktionen der postmodernen Linken zu einer solchen  empirisch-rationalen Debatte überhaupt noch in der Lage sind.

Erst einmal müßten die postcolonial studies als Form ideologischer Verblendung erkannt und beseite gelegt werden. Es wäre für die postmoderne Linke wahrscheinlich heilsam, sich ernsthaft und gründlich mit der Geschichte des Islam, der islamischen Sklavenjagd im Mittelmeerraum und in Afrika, und mit der Sklaverei innerhalb Afrikas auseinanderzusetzen, bis hin zu Boko Haram heutzutage.

Auch eine Lektüre wie z. B. die von Tilman Nagel: Was ist der Islam? Grundzüge einer Weltreligion, Duncker&Humblot, Berlin 2018, wäre sehr zu empfehlen, als Gegengift gegen die komplett absurde pseudolinke Islamophilie einschließlich ihres – meist impliziten – Judenhasses. Das wird nicht leicht fallen, weil da viel, sehr viel Falsches als solches erkannt werden muß. Der psychische Widerstand wird deshalb entsprechend groß sein.

Der vorhersehbare weitere Bedeutungsverlust der offensichtlich immer irrealer werdenden Politiken der postmodernen Pseudolinken wird so oder so dafür sorgen, daß diese Unvernunft marginalisiert werden wird. Und das wäre gut so.