Das Ziel der Islamkritik

Zu diesem sehr guten Vortrag von Hartmut Krauss ein sehr guter Kommentar von Marisa Kurz:

„Islamkritikern wird immer wieder unterstellt, dass sie rassistisch, fremdenfeindlich und intolerant sind, dass sie anderen ihren Glauben absprechen wollen, dass sie pauschalisieren, Ängste schüren und Hetze betreiben. Ihnen wird also unterstellt, dass sie niedrige Beweggründe haben. Dass sie verachtenswert schlechte Menschen sind. Oder extrem dumm und ideologisch verblendet.

Tatsächlich geht es wahren Islamkritikern aber um nichts anderes, als den Schutz der Menschenrechte. Ich schreibe „wahre“ Islamkritiker, weil es ohne Zweifel auch Menschen gibt, denen der Islam egal ist, solange er weit weg von ihnen ist. Diese Menschen erkenne ich daran, dass es sie nicht interessiert, wie Menschen in islamischen Ländern – also vor allem Muslime – leiden.

Mir ist es nicht egal, wenn irgendwo auf der Welt ein Mensch unterdrückt, ausgepeitscht, verhaftet, erhängt oder gesteinigt wird, weil er sein Leben frei lebt. Weil er Sex hat, weil er einen Menschen des selben Geschlechts liebt oder weil er nicht an Gott glaubt. Ich will, dass niemand auf der Welt wegen seines Geschlechts, seines Glaubens oder seiner sexuellen Vorlieben Leid erfahren muss.

Tatsächlich gibt es kein einziges islamisches Land auf der Welt, in dem Menschen frei leben können. Aus den islamischen Schriften lässt sich eine Rechtfertigung für diese Tatsache deutlich ableiten – deshalb empfehle ich immer wieder, sich einmal mit dem Inhalt der Schriften zu beschäftigen. Umfragen unter Muslimen und das Wahlverhalten von Muslimen überall auf der Welt, auch in Deutschland, zeigen, dass ein großer Teil der Muslime intolerant eingestellt ist. Etwa Homosexuelle und Juden verachtet und Gewalt gegenüber Frauen gutheißt. In Deutschland sind die meisten Extremisten Muslime.

Islamkritikern wird vorgeworfen, sie würden aus ein paar Einzelfällen schließen, dass alle Muslime schlecht sind. Doch in dieser Annahme stecken gleich mehrere Fehler. Zum einen ist Islamkritik keine Muslimkritik. Sie ist keine Kritik an Menschen, sondern an einer Denk- und Handlungsstruktur. Kein vernünftiger Islamkritiker denkt, dass alle Muslime gleich ticken oder schlecht sind. Es gibt genügend Muslime und Ex-Muslime, die den Islam sehr kritisch sehen, und auf die sich Islamkritiker gerne berufen. Zum anderen entspricht es einfach nicht der Realität, dass die Probleme mit dem Islam Einzelfälle sind. Überall dort, wo der Islam an der Macht ist, werden Menschenrechte verletzt. Und es gibt viele Beweise dafür, dass eben nicht nur ein paar einzelne Muslime intolerant eingestellt sind. Von zusätzlichen Problemen wie Terror einmal ganz abgesehen.

Das Ziel von Islamkritik ist nicht, Menschen zu unterdrücken, sondern sie zu befreien. Das Ziel ist, dass wir in einer offenen, toleranten und freien Welt leben können. Und jeder Mensch auf der Welt Menschenrechte genießt. Islamkritikern wird manchmal vorgeworfen, sie würden Muslime ungefragt ihre „westlichen“ Ideale aufdrängen. Für mich ist das nichts anderes als Rassismus. Menschenrechte sind universell. Auch Muslime haben Menschenrechte und auch sie verdienen es, dass wir mit ihnen um ihre Menschenrechte kämpfen. Und uns nicht aus falscher Toleranz heraus aus der Verantwortung ziehen.

Um in der Diskussion endlich weiterzukommen, sind Muslime gefragt, ihre Religion – von dem Inhalt der islamischen Schriften bis zur Praxis in islamischen Ländern – kritisch zu hinterfragen und zu reformieren, anstatt in eine Opferrolle zu verfallen.

Kritiker der Islamkritiker sind gefragt, sich mit den Fakten rund um das Thema auseinanderzusetzen und in sich hineinzuhören und herauszufinden, warum sie Islamkritikern gegenüber eigentlich so aggressiv sind und sie so stark abwehren.

Islamkritiker sind gefragt, sich von all denen zu lösen, die tatsächlich niedrige Beweggründe haben, sie unter keinen Umständen zu unterstützen und ihnen kein Forum zu bieten.“

Damit ist alles gesagt.

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