Fortpflanzungsmedizin für alle?

Recht und Moral im Dilemma
Früher war die Erfüllung des Kinderwunsches an Voraussetzungen gebunden, die jenseits des menschlichen Einflusses lagen. Mit der Fortpflanzungsmedizin hat sich dies radikal geändert. Nun stellt sich die Frage:
Wer ist unter welchen Umständen berechtigt, sich diese zunutze zu machen?
Kurt Seelmann 7.7.2018

https://www.nzz.ch/meinung/fortpflanzungsmedizin-fuer-alle-recht-und-moral-im-dilemma-ld.1393721

https://www.nzz.ch/gesellschaft/die-kinder-von-5010-teil-1-julia-trifft-eine-entscheidung-ld.1401097?mktcid=nled&mktcval=107&kid=_2018-7-5

Kommentar GB:

Fortpflanzungsmedizin ist ebenso teuer wie profitabel. Man braucht daher werbende Artikel, um ihre angebliche Sinnhaftigkeit gesellschaftlich durchzusetzen; siehe oben.

Es liegt im Interesse des daran verdienenden medizinischen Komplexes, hierfür eine Finanzierung zu Lasten der Krankenkassen zu fordern, und es liegt ebenso im Interesse der Kienten. Es liegt jedoch nicht im Interesse der großen Mehrheit der Versicherten, und es liegt nicht im staatlichen Interesse, sofern dieser eine Familienpolitik betreibt, die den Namen noch verdient.

Väter werden hierdurch abgeschafft.

Es bleibt ein Samenspender, ein Lieferant von genetischem Material, das als Ware gehandelt wird, von einem Mann stammend, der durch Anonymisierung  halb irreal wird. Konkret faßbar ist er nicht mehr. Er hat nicht einmal einen Namen. Die Kinder haben so genetisch zwar eine männliche Genquelle, aber keinen Vater.

Wenn das keine Entmenschlichung ist, was ist es dann?

Ach ja, und dann gibt es da noch die Abtreibung …

Das sind nur zwei Facetten der Dekadenz und ihrer Inhumanität.