„Islam in Bayern“

Studie von M. Rohe et. al.

Hartmut Krauss

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die von der BAdW beauftragte und am EZIRE durchgeführte Studie „Islam in Bayern“ von Mathias Rohe et al. liegt vor und wurde am 18. Juli in der BAdW vorgestellt. Die wichtigsten Ergebnisse:

– Der islamische Religionsunterricht ist ein zentraler Baustein für eine „Kultur der Anerkennung“ und gleichzeitig ein wichtiges Instrument gegen Radikalisierung.

– Flüchtlinge haben weit weniger enge Beziehungen zu Moscheegemeinden als angenommen: In erster Linie sind sie mit der Bewältigung von Alltagsproblemen beschäftigt. Die Erfahrung neuer Rollenbilder verändert vor allem die Frauen.

– In Bayern gibt es keine „Paralleljustiz“ mit „Scharia-Gerichten“ – wohl aber Fälle, in denen traditionelle Formen der Streitschlichtung praktiziert werden. Um solche Konflikte besser aufzufangen, werden dringend mehr Sozialarbeiter mit muslimischem Hintergrund benötigt.

– Salafisten und Islamfeinde polarisieren mit einer aggressiven Rhetorik, sie schaukeln sich mit Hassparolen gegenseitig hoch und bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Freistaat. Hierzu sagt Projektleiter Mathias Rohe: „Es darf kein ‚Othering‘ geben, das die Gesellschaft in ein Wir und die Muslime einteilt. Es muss faire Zugangschancen für jeden geben.“ Nur eine „Kultur der Anerkennung“ von Muslimen könne gesellschaftlicher Spaltung entgegenwirken.

Mehr dazu hier: https://bit.ly/2NnZRU0

#Islam #Bayern #muslimisch #Integration #Forschung

https://badw.de/fileadmin/user_upload/Files/BADW/pressemitteilungen/2018/pm-27-18/2018_07_17_EZIRE_Islam_in_Bayern_policy_paper.pdf

Dazu unsere Stellungnahme auf Facebook auf der Seite der Bayrischen Akademie der Wissenschaften:

Im Sinne einer offenen und chancengleichen demokratisch-pluralistischen Diskussion sollten angesichts der realen Problemlage Gegenpositionen zur doch eher parteilich-proislamischen Haltung des Erlanger Zentrums für Islam& Recht beachtet werden. So darf nicht übersehen werden, dass muslimische Milieus ihrerseits eine Tendenz der normativen „Selbstausgrenzung“ leben sowie aktiv eine Unterscheidung zwischen „Wir“ und den „Ungläubigen“ praktizieren. Auch ist dem Dogma zu widersprechen, nur eine „Kultur der Anerkennung“ von Muslimen könne einer Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Vielmehr muss es darum gehen, von den Muslimen klar und deutlich eine „Kultur der Anerkennung“ gegenüber den Grundwerten und Normen der säkular-demokratischen Gesellschafts- und Lebensordnung-zu verlangen. Nur so lässt sich mittel- und langfristig eine Spaltung der Gesellschaft verhindern. Wer hingegen meint, islamkritische Positionen dauerhaft pauschal ins Zwielicht rücken zu können, sägt am Ast des Bürgerfriedens und wird Sturm ernten.

http://www.gam-online.de/Bilder/S%C3%A4kulare%20Lebensordnung-Programm.pdf

Hierzu ein weiterer Kommentar:

„Das „Erlangener Zentrum für Islam und Recht“ ist jedem Insider bekannt als pro-islamische Propaganda-Zentrale, d.h. mit breiter Öffentlichkeitswirkung  —  gefördert durch die gesamte linksversiffte Medienlandschaft  —  und Publikationsmaschinerie zur Verharmlosung und Irreführung der deutschen Bevölkerung in Bezug auf den Islam. M.Rohe produziert in allen seinen Verlautbarungen immer wieder den Appell an die deutsche Gesellschaft, den „Islam“ als Weltanschauung auf Augenhöhe mit den deutschen Gegebenheiten anzuerkennen. Dabei übt er immer geringfügig Kritik an den islamischen religiösen und traditionellen Auswüchsen, um dann immer (!) zu dem Ergebnis zu kommen, die deutsche Gesellschaft müsste ihrerseits eine Anpassungsleistung an die hier lebenden Muslime erbringen (siehe die „Ergebnisse“ der „Studie“). Es ist genau umgekehrt, wie Hartmut Krauss in seiner kurzen (nachfolgenden) Kritik an der „Studie“ „Islam in Bayern“ zeigt. Auf diesen universitären Schleichwegen wird der Islam in Deutschland und Bayern „kompatibel“ mit unserem säkularen Rechtsstaat gemacht, obwohl alle anderen Studien von Hartmut Krauss, Tilman Nagel, H.Abdel-Samad uva. genau das Gegenteil beweisen(!). Es ist auch typisch für die medialen Verhältnisse in Bayern und im Bund, dass M.Rohe immer wieder TV-und RF-Auftritte gewährt werden, während fundamentale Islamkritiker wie Tilman Nagel oder Hartmut Krauss mindestens in Bayern (TV und RF) nie vorkommen. Ich kann das mit Fug und Recht behaupten, denn ich schneide seit 10 Jahren alle TV-und RF-Sendungen zum Islam mit und habe von M. Rohe mindestens 5 Aufnahmen, von den beiden anderen Genannten keine einzige.

Wir werden in der nächsten Zeit die „Studie“ des Erlangener Zentrums so lange um die Ohren gehauen kriegen, bis ihre Inhalte selbst als letzte Wahrheiten in die Allgemeinheit eingesickert sind.

Von Tilman Nagels extrem fundierten Studie ( fast 700 Seiten, Juni 2018) „Was ist der Islam?“ habe ich bislang nirgendwo eine Rezension gesehen. Dabei ist in diesem Buch wirklich alles gesagt und hervorragend zusammengefasst, was der Nestor der deutschen Islamwissenschaft, Tilman Nagel (76) ein Lebenlang an Wissen angespeichert hat. Und Hartmut Krauss hat nicht nur eine Vielzahl von Büchern, sondern auch eine unglaubliche Zahl an Aufsätzen zum Islam publiziert  —  und es bleibt alles vor der größeren Öffentlichkeit medial bewusst verborgen.

Im Übrigen sind die Religionsbücher zum islamischen Religionsunterricht, die ich bisher eingesehen habe (z. B. Saphir) eine bewusste Irreführung zur islamischen Weltanschauung.“

D.Will, 24.07.2018