»Linke« Sammlungsbewegung?

Joachim Bischoff/Björn Radke

Seit Monaten befeuern Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine die Idee einer »linken Sammlungsbewegung«, deren Notwendigkeit Lafontaine aus der offensichtlich nicht realisierbaren politischen Machtoption links der Mitte herleitet.

https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/linke-sammlungsbewegung/

Kommentar GB:

Politik heute hat neben einer sozioökonomischen eine soziokulturelle Dimension.

Die Autoren auch dieses Artikels verkennen m. E. die hohe Relevanz der soziokulturellen Dimension mit ihren unterschiedlichen Aspekten. Es geht dabei zwar hauptsächlich, aber nicht allein um die Migrationsproblematik i. w. S., sondern um die Ignoranz gegenüber den diversen Fragwürdigkeiten des Postmodernismus überhaupt, darunter um den Gender-Feminismus, durch den aber die LINKE in die feministische Querfront, das Feminat, und damit in das Parteienkartell eingegliedert worden ist. So gehören sie nun dazu.

Dieser Umstand blockiert die mögliche intellektuelle Einsicht, die an sich nahe liegt, weil alle nötigen Analysen und Erkenntnisse auf dem Tisch liegen. Sie brauchten bloß rezipiert und angewendet zu werden, aber mit der Positionierung der LINKEN, so wie sie jetzt ist, geht das eben nicht. Die LINKE steckt in einer selbstgewählten postmodernen Sackgasse, aus der sie wahrscheinlich nicht herauskommen kann und wird. Denn welches Personal sollte das bewirken wollen und bewirken können? Da die Wähler das merken und ihre Konsequenzen daraus ziehen werden, ist die weitere Entwicklung der LINKEN absehbar: es dürfte mit ihr, ähnlich wie bei der SPD, weiter abwärts gehen.

Was Sahra Wagenknecht vorschwebt, das scheint mir ein bewußter Linkspopulismus zu sein, der sich dem genannten Dilemma entzieht, und der den Postmodernismus bewegungspolitisch ausmanövrieren und unwirksam machen will, indem die soziokulturelle Dimension die Beachtung erfährt, die ihr gebührt, dabei aber deutlich anders als bisher akzentuiert wird, um mit dem  sogenannten Rechtspopulismus konkurrieren zu können, was jetzt nicht möglich ist.

Die Insassen (oder postmodern: die Insassinnen) der oben genannten Sackgasse sehen das oder spüren das und wollen deshalb nichts ändern. Nun denn. Siehe unten.

http://www.faktum-magazin.de/2018/06/geld-macht-veto-das-sexistische-frauenplenum-der-linken/

(…) „Zudem gibt es die „No border“-Bewegung, die Ende der 90er Jahre entsteht und grenzenlose Bewegungsfreiheit fordert. In sie wandern auch Teile des postautonomen Milieus ab, das dort seinen Maximalismus auslebt. Die Postautonomen betonen das Recht von Individuen, ihren Bedürfnissen nachzugehen: Wer nach Deutschland ziehen will, darf in seinem Willen nicht eingeschränkt werden. Der Staat hat in ihrem Denken höchstens die Aufgabe, dafür Hilfen zur Verfügung zu stellen.“ (…)

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2018/juli/linkspartei-nach-leipzig-auf-zum-letzten-gefecht

Im obigen Zitat und den folgenden Abschnitten des Textes geht es um den Prozeß der Unterwanderung der LINKEN durch Soros-Aktivisten.

Die folgende Szene dürfte einiges aussagen über den inneren Zustand dieser Partei:

 

https://www.youtube.com/watch?v=MONpMgREt2E