Weitere Krawallnacht in Nantes

Nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 22-Jährigen sind Unruhen in Nantes ausgebrochen. Auch in der Nacht auf Samstag ging die Gewalt weiter. Randalierer warfen Brandsätze auf Polizisten.
7.7.2018

https://www.nzz.ch/international/weitere-krawallnacht-in-nantes-ld.1401632

https://www.heise.de/tp/features/Nantes-Schnelle-Eskalation-nach-Polizeischuss-4100107.html

Kommentar GB:

Wie heikel die Situation für die Polizei war, zeigt folgende Passage:

„Der 22-Jährige war per Haftbefehl gesucht worden und hatte gegenüber den Polizisten laut Staatsanwaltschaft eine falsche Identität angegeben. Dann soll er sein Fahrzeug plötzlich zurückgesetzt und dabei unbeteiligte Passanten in Gefahr gebracht haben, um sich der Kontrolle zu entziehen. Nach Schilderung des Beamten fiel der Schuss, als er das Fluchtmanöver stoppen wollte und dafür ins Auto griff. Ursprünglich hatte er den Vorfall gegenüber den Ermittlern anders geschildert, wie sein Anwalt einräumte. Der Polizist habe sich in eine Erklärung geflüchtet, die aus seiner Sicht einen respektablen Rahmen für den Schuss bot.“

Angesichts der nicht wenigen terroristischen Attscken auch auf Polizisten ist das Verhalten des Polizisten nachvollziehbar. Wer hätte sich hier nicht bedroht gefühlt?

Ergänzend hierzu:

https://www.nzz.ch/international/es-war-ein-versehen-in-nantes-nicht-notwehr-ld.1401495

Dr. Gudrun Eussner deckt hier den Hintergrund der aktuellen Ereignisse auf:

Ilan Halimi. Prozeß gegen Youssouf Fofana und 26 Komplizen