Zukunft der Wissenschaft

17.07.2018

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek irritiert die Universitäten

Bildungsministerin Karliczek (CDU) fordert energisch, dass Forschung anwendbar und verständlich sein muss. Finanzielle Hoffnungen dämpft sie. Das kommt nicht überall gut an.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/zukunft-der-wissenschaft-bundesbildungsministerin-anja-karliczek-irritiert-die-universitaeten/22806872.html

Kommnetar GB:

Wer Frauenquotenpolitik einführt, fördert und duldet, der braucht sich über die Folgen nicht zu beschweren. Der oft große Nutzen angewandter Forschung ist zumeist leicht erkennbar oder darstellbar, anders als in der Grundlagenforschung. Wenn zum Beispiel der empirische Nachweis des theoretisch vorausgesagten Higgs-Bosons bei CERN zu einem Nobelpreis geführt hat, was bedeutet das dann für die technische Entwicklung? Das kann heute niemand sagen, ganz einfach, weil sich implizite Konsequenzen erst längerfristig zeigen und bis dahin unvorhersehbar bleiben. Und dennoch ist nach aller Erfahrung die Grundlagenforschung der maßgebliche Treiber des wissenschaftlich-technischen Fortschritts; der jeweilige Durchbruch wird danach jahrzehntelang gleichsam ausbuchstabiert. Das Vertrauen in die Wirksamkeit der Grundlagenforschung ist daher wissenschaftshistorisch berechtigt, und das kann eben deshalb auch derjenige wissen, der ansonsten inhaltlich wenig verstehen mag. Und damit wären wir beim Minimum dessen, was einem zuständigen Politiker abverlangt werden kann.