Charlie Hebdo – Djihad als Massenmord

Wer ist Charlie?: Die Anschläge von Paris und die Verlogenheit des Westens Taschenbuch – 6. November 2015

„Mittwoch, 7. Januar 2015: Zwei Maskierte dringen in das Büro des Satiremagazins Charlie Hebdo ein und schießen einen Großteil der Redaktionsmitglieder nieder – als Rache für Mohammed-Karikaturen. In den folgenden Tagen verkünden Millionen solidarisch „Ich bin Charlie“. Der französische Soziologe Emmanuel Todd gehörte nicht zu diesen Charlies. Sein provozierender Befund: Unter dem Deckmantel eines Kampfes für die Freiheit haben sich Demokraten und Antidemokraten untergehakt, um gegen den Islam zu demonstrieren. Nicht um die Freiheit generell ging es, sondern um die Freiheit, den Islam zu verhöhnen. Diese These bildet den Auftakt dafür, eine höchst aufschlussreiche Landkarte der aktuellen politischen Mentalitäten in Frankreich und Europa zu zeichnen. Fremdenhass, Europa-Skepsis, autoritäre Politikvorstellungen, Putin-Verehrung, Israel-Kritik und Amerika-Feindschaft: Das sind die Zutaten, die je nach Region und religiöser Prägung ganz unterschiedliche gefährliche Mischungen ergeben. Emmanuel Todd zeigt, welche wirtschaftlichen und sozialen Faktoren die Demokratie an den Rand des Abgrunds führen, und ruft dazu auf, zu den wahren Werten von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zurückzufinden. Seine luzide Analyse ist dringend überfällig: Selten wurde uns so scharfsichtig, so schonungslos und so überraschend der Spiegel vorgehalten.“

(Hervorhebung GB)

Kommentar GB: Wenn dieser Marketing-Text die Positionen von E. Todd korrekt darstellen sollte, dann fiele er als Islamophiler unter die Kategorie des Dhimmis.

Quelle siehe: amazon Emmanuel Todd

Hartmut Krauss zu (u. a.) Emmanuel Todd – eine Anmerkung:

Hartmut Krauss

Der zentrale und konfliktreiche Gegensatz zwischen der westlich-europäischen Moderne und der islamischen Herrschaftskultur mag zwar von verblendeten ideologischen Strömungen hartnäckig und unbelehrbar geleugnet (oder ignoriert) werden, aber in der Realität schlägt er immer wieder durch und wird zukünftig sozial, kulturell, innen- und außenpolitisch immer härter durchschlagen.

Tatsächlich befinden wir uns in Mitten einer tiefen (Legitimations-)Krise des neoliberalen Multikulturalismus, der auf –  wenn auch politisch-ideologisch stark verzerrte- Ablehnung und Verweigerung stößt. Das aggressive Schwingen der Rassismuskeule wird daran nichts mehr ändern, sondern den latenten Zorn eher noch steigern. –(Nebenbei: „Sammlungsbewegungen“, die hieran nicht dezidiert anknüpfen und in einem Zustand „antiislamkritischer Voraufklärung“ verharren, kann man getrost „knicken“.)

Im Endeffekt nämlich führt das globalkapitalistische Konzept der Erzeugung „bunter“, das heißt verwertungsfunktionaler soziokultureller Mischgesellschaften aus weltanschaulich und normativ gegensätzlichen Gruppen ins regressive Chaos und produziert bereits heute zahlreiche soziale Verwerfungen. (Viele Posts auf Facebook gleichen einem multiplen Müllcontainer diesbezüglicher Nachrichten.)

Zwischen einer aufgeklärten und durch säkulare Lebensgewohnheiten und Regeln geprägten postreligiösen Zivilisation und einer vormodern-unaufgeklärten gottesherrschaftlichen (antimenschenrechtlichen) Lebenskultur kann und wird es niemals „Frieden“ und „Versöhnung“ geben. Das gilt sowohl innen- wie außenpolitisch:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-08/menschenrechte-saudi-arabien-kanada-chrystia-freeland

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/donald-trump-setzt-us-sanktionen-gegen-iran-wieder-in-kraft-a-1221951.html