Ungerechte Gerechtigkeit – über die Grenzen sozialer Steuerung

Die Beschwörung der «sozialen Gerechtigkeit» ist eine ebenso beliebte wie moralisierende Methode, um allerlei Ungerechtigkeiten zu legitimieren.
Claudia Wirz 11.8.2018

https://www.nzz.ch/meinung/ungerechte-gerechtigkeit-ueber-die-grenzen-sozialer-steuerung-ld.1409731

Kommentar GB:

Der sozioökonomische Feminismus betreibt nackte Verteilungspolitik.

Gerecht ist aus Sicht der Feministinnen, wenn sie alles sofort bekommen, was sie haben wollen, genau wie die Fischerfrau im Märchen:

https://de.wikisource.org/wiki/Von_dem_Fischer_un_syner_Fru_(1857)

https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/von_dem_fischer_un_seiner_frau

Geschlechtergerechtigkeit ist dann erreicht, wenn die feministische Wunschlosigkeit eingetreten ist, und diese tritt ein, wenn sie alles haben, was sie haben wollen, so daß von ihnen nichts mehr gewünscht werden kann.

Claudia Wirz schreibt dazu:

(..) „Damit ist die soziale Gerechtigkeit ein idealer politischer Kampfbegriff.

Jeder kann ihn nach eigenem Gusto auslegen. (…)

Andere wiederum wollen attraktive Chefposten für Frauen reservieren und sehen in einer solchen Staatsgarantie für einige wenige Auserwählte ein Menschenrecht, das über Eigentum und Wirtschaftsfreiheit steht. Geeignete und qualifizierte Frauen gebe es genügend und überall, doch sie würden auf ungerechte Weise ausgegrenzt, heisst es allenthalben zur Rechtfertigung. Dass das nicht stimmt, zeigt sich nicht nur bei den politischen Parteien, die oft vergeblich um weibliche Kandidaturen werben. Auch bei den Unternehmensgründungen halten sich die Frauen freiwillig vornehm zurück. Weniger als eines von zehn Schweizer Startups wird von Frauen gegründet.“ (…)