Medienspiegel

Lawrow auf dem Deutsch-Russischen Forum

Vortrag/Diskussion mit dem russischen Außenminister Lawrow – der Mann ist spürbar berührt von der abweisenden Ignoranz des Westens

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

„Vergangenen Freitag war ich zu einem Treffen mit dem russischen Außenminister Lawrow eingeladen. Anlass war das 25-jährige Bestehen des Deutsch-Russischen Forums. Thema des Vortrags: „Integrationsprozesse im Großen Eurasien, Perspektiven eines gemeinsamen wirtschaftlichen und humanitären Raumes von Lissabon bis Wladiwostok“. Vortrag und Diskussion waren interessant. Ich möchte Sie auf ein paar Besonderheiten aufmerksam machen. Albrecht Müller.

Zuvor noch der Link zu einem Bericht von RT Deutsch und zu einem Interview mit mir. Am Ende komme ich noch kurz auf einen Artikel in der „Welt“ zu sprechen.“ (…)

„Lawrow erinnerte die Zuhörer an den Regime Change in Libyen. Die westliche, militärische Intervention in Libyen und die damit verbundene Ermöglichung der Ermordung Gaddafis sei eine wesentliche Ursache für die Flüchtlingsbewegung aus Afrika.“ (…)

Vortrag/Diskussion mit dem russischen Außenminister Lawrow – der Mann ist spürbar berührt von der abweisenden Ignoranz des Westens

Kommentar GB:

Die USA befolgen bezüglich Eurasiens die alte und bekannte römische Regel:

Divide et impera!   –  Teile und herrsche!

Ein kooperatives Verhältnis zwischen dem eurasischen Rußland mit Europa einerseits und China andererseits, sowie eine konstruktive Entwicklung dieser Beziehungen würde den Einfluß der USA auf Eurasien, insbesondere auf die EU bzw. auf West- und Mittelosteuropa spürbar verringern. Und das soll verhindert werden.

Aus russischer Sicht ist es sicher Putins großes historisches Verdienst, verhindert zu haben, daß Rußland zu einem schwachen Randstaat gemacht wurde, dessen reiche natürlichen Ressourcen dem globalistischen Kapital zugefallen wären. Hinzu kommt die traditionell- historische Rußland-Feindschaft des Pentagon, dessen Machtgewicht sich auch Präsident Trump nicht entziehen kann, gerade weil er seitens der global governance  mit seinem politischen Operationszentrum im Kongreß unter massivem politischem Druck steht. Ihn stützt einerseits seine Wählerschaft, und deswegen und insoweit auch die ansonsten wohl nicht unbedingt zuverlässige RP, und andererseits das Pentagon mit dem militärisch-industriellem Komplex, dem er entsprechend von Anfang an sehr entgegengekommen ist. Deshalb ist er noch im Amt.