Medienspiegel

Der unbekannte Großbrand

In den Jahren 2015 und 2016 brannte ein riesiges Gebiet in Amazonien – von der Welt unbeachtet. Der Ausstoß an Treibhausgasen war immens.

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Kommentar GB:

In der öffentlichen Diskussion wird stillschweigend unterstellt, als sei der klimatisch relevante langfristige Temperaturanstieg allein auf die Wirkung unserer menschlichen Produktionsweise seit der Industriellen Revolution zurückzuführen, seit Beginn des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts also. Ob das zutreffend ist, das ist durchaus die Frage, jedenfalls sind weitere maßgebliche Einflüsse denkbar und praktisch möglich, angefangen bei der Sonnenaktivität, bei Erdbahnschwankungen, oder bei langfristigen Klimaschwankungen z. B. aufgrund vulkanischer Aktivitäten oder anderer geophysikalischer Unwägbarkeiten.

Weiter wird unterstellt, es könne durch eine einzige Stellgröße, den CO2 – Ausstoß, eine regelnde Wirkung, hier entgegen der Erwärmungstendenz, erzielt werden, obwohl wir es doch wohl mit einem komplexen, noch gar nicht vollständig verstandenen natürlichen System zu tun haben. Wie dem auch sei: auf der logischen Ebene könnte das so sein, sofern natürliche Faktoren tatsächlich keine wesentliche Rolle spielen sollten.

Hinzu kommt jedoch, daß es in der gesellschaftlich-politischen Welt, in der wir leben, sehr schwierig ist, Ziele solcher Art global durchzusetzen, und der aktuelle klimapolitische Konflikt ist Ausdruck eben dieser Schwierigkeiten. Wenn ein Land wie Deutschland knapp 2,5% zum CO2 – Ausstoß beiträgt, und wenn es dann diesem Land unter Verschrottung oder Stillegung ganzer Industriezweige gelänge, 0,1%, 0,2%, oder 0,3% weniger an CO2 als bisher zu emittieren, was wäre denn damit global eigentlich gewonnen?

Wenig, sehr wenig, aber der ökonomische Schaden wäre enorm. Daher rufen ökologische Politiken sozioökonomische Widerstände hervor, die wiederum politisch-repressiv beantwortet werden, um die supranational fixierten politischen Zielwerte zu erreichen:

daher die bereits deutlich beobachtbare Tendenz hin zu einer grünen Öko-Diktatur, die bewegungspolitisch von unten unterfüttert wird, insbesondere durch Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO´s), sei es auf den Straßen, sei es auf den Bäumen.