Medienspiegel

Eine Republik der freien Geister

Um 1800 war es die kleine thüringische Stadt Jena, die für ein paar kurze Jahre zum Anziehungspunkt für die Geistesgrößen jener Zeit wurde.

Fast alle, bis auf Kant, waren hier: Fichte, Hegel, Schelling, die nacheinander den philosophischen Lehrstuhl der Universität zierten. Goethe, Schiller, Novalis, Tieck, die Gebrüder Schlegel schufen hier Meisterwerke,

schreibt Vera Lengsfeld.

(…) „In Peter Neumanns Buch „Jena 1800“ wird diese illustre Gesellschaft anschaulich beschrieben. Es ist fast, als schaute man den Akteuren zu.“ (…)

https://www.theeuropean.de/vera-lengsfeld/14903-kulturelle-bluete-jena-um-1800

Kommentar GB:

Ein wichtiger Hinweis zur Erinnerungskultur und zur Bildungspolitik:

„Deutschland war in längst vergangenen Zeiten tatsächlich einmal führend auf vielen Gebieten: der Literatur, der Poesie, der Philosophie, der Medizin, der Naturwissenschaften, der Erforschung der Meere und fremder Kontinente, der Mathematik, der Geodäsie, der Astronomie. Ich rede von der Goethezeit. Damals lebte nur ein Viertel der heutigen Einwohnerschaft , obwohl Deutschland bis nach Königsberg reichte, das der Philosoph Immanuel Kant nie verlassen hat und dennoch für Generationen von Philosophen der Leitstern war. Die damalige Zauberformel lautete Freiheit des Denkens. Dort, wo aufgeklärte Monarchen herrschten, bildeten sich Cluster aufgeklärter, kreativer Männer und Frauen.“ (…)