Medienspiegel

Für ein Europa der aufgeklärten Gesellschaften

Hartmut Krauss

„Folgt man den chronisch gewordenen Realitätsverzerrungen der Massenmedien, wie sie jetzt angesichts der Brexit-Entscheidung wieder massiv in Umlauf gebracht werden, dann gibt es nur zwei sich ausschließende Positionen bzw. entgegengesetzte Lager: Auf der einen Seite die mehr oder minder unkritischen EU-Befürworter als „gute Europäer“ und auf der anderen Seite die neonationalistischen EU-Gegner als Front antieuropäischer „Rechtspopulisten“.

Was im Rahmen dieses holzschnittartigen Dualismus komplett unterschlagen wird, ist der Sachverhalt, dass die EU in ihrer jetzigen, von Krisen geschüttelten, bürokratisch-vormundschaftlichen Gestalt nur eine (misslungene) Realisierungsform der Europa-Idee ist.

Ein alternatives Konzept, das Europa primär als eine säkular-demokratische und menschenrechtliche Wertegemeinschaft aufgeklärter und identitätsstarker Völker fokussiert, mit

(a) kontrollierten Außengrenzen,

(b) bewusst-auswählenden ökonomischen, politischen und kulturellen Beziehungen nach außen („selektive Globalisierung“),

(c) allgemeinwohlorientierten ökonomischen Binnenbeziehungen und

(d) Aufkündigung des antirussischen Vasallenverhältnisses gegenüber den USA, wird dabei kategorisch ausgeschlossen bzw. geflissentlich ausgeblendet.

Zur EU in ihrer jetzigen Gestalt darf und soll es keine Alternative geben.“ (…)

http://www.gam-online.de/text-fur%20europa.html