Medienspiegel

BGH zur Elternschaft bei gleichgeschlechtlicher Ehe

Veröffentlicht

Das BGB kennt keine zwei Mütter

30.10.2018

Wer bei der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, ist laut Gesetz auch der Vater – wenn er denn ein Mann ist. Was aber, wenn es sich bei dem Ehepaar um zwei Frauen handelt?

Der BGH hat sich nun zu dieser Frage Gedanken gemacht.

(…) „Die unterschiedliche Behandlung von gleich- und verschiedengeschlechtlichen Ehepaaren und deren Kinder im Abstammungsrecht sei gerechtfertigt, da die Ehefrau der Mutter rein biologisch nicht leiblicher Elternteil des Kindes sein könne.“ (…)

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bgh-xiizb23118-keine-rechtliche-elternschaft-durch-ehe-zweier-frauen/

Kommentar GB:

Wenn tatsächliche (objektive, hier: biologische) Unterschiede bestehen, dann kann und darf Unterschiedliches nicht gleich behandelt und fiktiv „gleichgestellt“ werden; das ist sowohl logischer wie faktischer Unsinn, und es ist einfach falsch.

Man kann nur hoffen, daß sich eine Restvernunft gegen solchen Unfug behaupten kann, so wie in diesem Fall.