Der europäische Niedergang der Sozialdemokratie

Hierzu gibt es zwei Artikel:

Trost für die SPD – Sozialisten verschwinden international, nicht nur in Deutschland

Feminisiert und abgewirtschaftet: SPD im freien Fall in die Bedeutungslosigkeit

Kommentar GB:

Wenn eine originäre Arbeiterpartei in der Regierung „die Seiten wechselt“ (nach einem Wort  von Oskar Lafontaine), wenn sie sich also in Davos den Beifall der dortigen Herren dafür abholt, daß sie den größtem Niedriglohnsektor Europas schaffen will (Kanzler Schröder) und das dann auch verwirklicht, wenn sie weiter darüber hinaus bis ins offen Absurde hinein weitere Minoritätenpolitiken betreibt, wie z. B. den sozioökonomischen Feminismus, den Gender-Feminismus und die als „Integration“ mißverstandene Islamophilie, dann braucht sie sich nicht zu wundern, wenn alle Einsichtigen die rationale Konsequenz daraus ziehen und die SPD verlassen, sowohl als Mitglied wie als Wähler.

Eine Partei, die programmatisch und politisch-praktisch die Interessen der Mehrheiten aufgreift, sie zugleich ernst nimmt, sie politisch-praktisch umsetzt und die das zugleich öffentlich deutlich sichtbar macht, eine solche Partei wird in Demokratien die Mehrheit(en) hinter sich haben, und also wird sie regieren.

Wenn sich eine Partei aber vorrangig oder gänzlich auf die Partialinteressen von Minoritäten (Besitzbürger, Feministinnen, Homo-Lobby, Islam-Lobby) bezieht, muß damit rechnen, daß dann eben nur diese – teils sehr kleinen – Minoritäten hinter ihr stehen, sobald nämlich die Mehrheiten merken oder gemerkt haben, daß ihre Interessen hier nicht mehr vertreten werden; daher die Schrumpfung der Sozialdemokratie.

Wenn das so ist, dann hat sich die Sozialdemokratie selbst verabschiedet. Das kann sie tun, es ist ihr gutes Recht. Aber jammern sollte sie dann nicht. Immerhin mag sie „Haltung zeigen“ dabei. Meinetwegen.

 

 

 

 

 

 

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