Medienspiegel

Friedrich Merz: Der Anti-Merkel

30. Oktober 2018
  • Friedrich Merz hat offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz verkündet.
  • Er ist wirtschaftsnah und der Noch-Parteichefin in tiefer Abneigung verbunden.
  • Wenn Merz auf dem Parteitag gewählt wird, dürfte das auch das schnelle Ende der Kanzlerschaft Merkels bedeuten.
Von Robert Roßmann, Berlin

https://www.sueddeutsche.de/politik/merz-merkel-cdu-kandidatur-1.4191121

https://de.sputniknews.com/politik/20181031322820645-merz-dossier-bundeskanzler/?utm_source=de_newsletter_links&utm_medium=email

https://www.nzz.ch/international/merz-offiziell-als-kandidat-fuer-cdu-vorsitz-vorgeschlagen-ld.1434619

Kommentar GB:

AKK würde als Kandidatin der Frauenunion das Feminat fortsetzen, Spahn würde sicher die Libertinage-Politik des sogenannten Linksliberalismus fortsetzen, aber er würde möglicherweise migrationspolitisch umsteuern, und der Transatlantiker Merz wäre sicher der Mann der beinharten Wirtschaftsinteressen, der gut mit der FDP kooperieren könnte, aber wohl kaum mit der Frauenunion. Daß er für LINKE, SPD und Grüne ein Schreckgespenst sein dürfte, das kann man wohl unterstellen; aus ihrer jeweiligen politischen Perspektive durchaus zu Recht (siehe unten: Nachdenkseiten).

Sollte Merz gewählt werden, dann dürften sich die Merkelisten in der Union kurz- bis mittelfristig auf einige Unannehmlichkeiten gefaßt machen; Armin Laschet läuft sich als „tolerante rheinische Frohnatur“ und merkelistischer Merz-Gegner bereits warm. Aber nach meiner Einschätzung will der Wirtschaftsflügel wieder die bestimmende Kraft innerhalb der Union werden, die er in der Vergangenheit immer gewesen ist.

Wir werden sehen, wie sich innerhalb der Union die Kräfteverhältnisse zwischen den noch dominanten Merkelisten und dem Wirtschaftsflügel entwickeln werden. Falls ein Ergebnis die Auflösung des Feminats (auf Parteienebene) wäre, und damit auch das Ende des Merkelismus in der Union, dann wäre das m. E. – jedenfalls aus dieser Perspektive gesehen – sehr erfreulich.

Hierzu:

Wichtige Ergänzung zum Beitrag über den mit Merz (CDU) zu erwartenden Durchmarsch der Finanzwirtschaft

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Im gestrigen Beitrag über die Gefahr, die mit einem Parteivorsitzenden und Bundeskanzler Merz verbunden wäre, war auf einen wichtigen Vorgang nicht hingewiesen worden: der Chef des größten Geldkonzerns der Wall Street BlackRock, Larry Fink, hatte im Frühsommer in Frankfurt gefordert, die staatliche Rente in Europa zurückzufahren und Raum zu schaffen für mehr kapitalgedeckte Privatvorsorge. Der Aufsichtsratsvorsitzende dieses Konzerns in Deutschland, Friedrich Merz, will jetzt die einflussreichste politische Position erobern. Mit ihm wäre dem Ansinnen seines Chefs, die Altersvorsorge weiter zu privatisieren, der Durchbruch besorgt. Albrecht Müller.

Wichtige Ergänzung zum Beitrag über den mit Merz (CDU) zu erwartenden Durchmarsch der Finanzwirtschaft

und ein Kommentar zu Angela Merkel:

https://www.freiewelt.net/blog/merkel-ist-weg-bald-10076103/

mit beachtenswerten Leserkommentaren …