Medienspiegel

Maaßen soll doch nicht Sonderberater Seehofers werden

Eine Abschiedsrede, die der umstrittene Verfassungsschutz-Chef beim Treffen der Chefs der europäischen Inlandsgeheimdienste gehalten hat, sorgt für Umut. Dort hat er vor allem die SPD scharf attackiert.

https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5524169/Deutschland_Maassen-soll-doch-nicht-Sonderberater-Seehofers-werden

Kommentar GB:

Man lese diesen Artikel aus Österreich in aller Ruhe, gerade auch im Hinblick auf das, was nicht explizit gesagt wird. Nach meinem Eindruck hat Maaßen vermutlich etwas Konkretes zum Linksradikalismus im Umfeld von SPD, Grünen und LINKEN gesagt, wahrscheinlich zum Thema „Antifa“, G20-Gipfel (Hamburg! SPD/Grüne), Chemnitz, etc., was den Betroffenen politisch heftig aufgestoßen ist. Und er weiß ja mit Sicherheit genau Bescheid über das, worüber er geredet hat. Eben das macht die Sache für die SPD, insbesondere für die SPD-Linke ganz besonders unangenehm. Wieder einmal ein Mann, der zuviel weiß. Daher die schäumende Wut, um nicht zu sagen der offene Haß auf Maaßen, nicht wegen seiner zutreffenden Bemerkungen zu den Ereignissen in Chemnitz. Mit anderen Worten: da an diesem Punkt „Widerstand“ auftaucht liegt genau hier das Problem.

Der getroffene Hund bellt.

Glücklicherweise ist Berlin noch nicht Istanbul, und Maaßen ist nach wie vor überhaupt nichts vorzuwerfen. Das hat sich im übrigen auch herumgesprochen, und wenn die in Fakeopia herumtaumelnde SPD weiterhin im freien Fall Richtung 5% rauschen will, dann muß sie nur so weitermachen, was sie vermutlich dennoch tun wird. Die Wähler realisieren, daß die heutige SPD Teil des Problems und nicht Teil der Lösung ist, und sie ziehen sie daher zunehmend aus dem Verkehr; für die heutige CDU gilt aufgrund ihrer Fehlleistungen übrigens entsprechendes.

Das Problem der Wähler ist allerdings: wem sollen sie sich zuwenden, wenn sie sich heute von SPD und CDU aus triftigen Gründen abwenden? Können sie das beurteilen? Oder meinen und hoffen sie nur dies oder das? Oder probieren sie es einfach aus, hier oder dort? Spielen also auch Zufälle, Stimmungen, Eingebungen oder ähnliches dabei eine Rolle? Wenn es so wäre, dann wäre das Resultat wenig stabil und sehr veränderbar, und die Wähler blieben in Bewegung. Das halte ich derzeit für wahrscheinlich. –

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-11/hans-georg-maassen-verfassungsschutzpraesident-entlassung-innenministerium-horst-seehofer

http://www.pi-news.net/2018/11/hetzjagden-auf-maassen-zeckenbiss-merkel-beisst-nach/

(…) „Der Streit um Maaßen hatte im September eine Koalitionskrise ausgelöst, die fast zum Bruch der Regierung geführt hätte.

Streitpunkt war ein Interview Maaßens, in dem er gesagt hatte, ihm lägen „keine belastbaren Informationen“ vor, dass in Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer stattgefunden hätten. Vielmehr sprächen „gute Gründe“ dafür, dass es sich bei einem entsprechenden Video „um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken“.

In Chemnitz war am 26. August ein 35 Jahre alter Deutscher erstochen worden. Tatverdächtig sind Asylbewerber. [Und zwei weitere Personen wurden durch Messerstiche schwer verletzt; über sie ist weiter nichts bekannt geworden. GB]

Die SPD hatte den Abschied Maaßens als Verfassungsschutzchef verlangt. Die Koalitionsspitzen hatten sich zunächst darauf verständigt, den 55-Jährigen an der Spitze des Geheimdienstes abzulösen und ihn zum Innenstaatssekretär zu ernennen. Dies aber hätte eine Beförderung bedeutet – mit einem Gehalt von über 14 000 Euro im Monat.“ (…)

https://www.gmx.net/magazine/politik/hans-georg-maassen-innenministerium-bereitet-offenbar-entlassung-32996792