Medienspiegel

North Sentinel Island

Die Zivilisation tötet fast jeden, an dessen Ufern sie landet

Bis 1998 wurden Andamanenstämme kontaktiert, jedes Mal mit verheerenden Folgen. Auch unser Autor war damals vor Ort. Nun erklärt er, was für die Sentinelesen auf dem Spiel steht.

https://www.spektrum.de/kolumne/die-zivilisation-toetet-fast-jeden-an-dessen-ufern-sie-landet/1611068?utm_medium=newsletter&utm_source=sdw-nl&utm_campaign=sdw-nl-daily&utm_content=kolumne

https://www.sueddeutsche.de/panorama/indischer-ozean-tagebuch-von-getoetetem-us-amerikaner-veroeffentlicht-1.4224171

Kommentar GB:

Die Eroberung Mittel- und Südamerikas durch die Spanier hatte bekanntlich fürchterliche Folgen für die – nach heutigem Wissen aus Asien eingewanderten – indianischen Ureinwohner;

zum einen durch die bewußte und planmäßige Zerstörung der indianischen Kulturen (Maya, Azteken, Inkas), zum anderen durch das unbewußte Einschleppen von in Amerika neuartigen Krankheitserregern, denen das Immunsystem der Ureinwohner nichts entgegenzusetzen hatte.

Daher schwebt dieses Volk heute in höchster Gefahr, vermutlich ahnen oder wissen sie das:

„Es grenzt an ein Wunder, dass die Gemeinschaft der Sentinelesen überhaupt noch in dieser Form existiert. Genetische Studien der kontaktierten Andamanenstämme zeigen, dass sie wie Papuaner und australische Aborigines von modernen Menschen abstammen, die Afrika vor etwa 60 000 Jahren verließen. Auf ihrer Reise nach Osten entlang der indischen Küsten erreichten diese Wanderer schließlich die Andamaneninseln.“