Medienspiegel

Scharia statt Vernunft

„Man sollte die Aufklärung als Prozess verstehen“

Der Islamwissenschaftler Stefan Weidner fordert ein kosmopolitisches Denken, das den Glauben an kulturelle Überlegenheit hinter sich lässt. Weltanschauliche Modelle könne man nicht einfach universell durchsetzen, sagte er im Dlf. Man müsse sie im Dialog entwickeln – und für entsprechende Bedingungen sorgen.

Stefan Weidner im Gespräch mit Michael Köhler

https://www.deutschlandfunk.de/islamwissenschaftler-zum-westlichen-modell-man-sollte-die.694.de.html?dram:article_id=432934

Kommentar GB:

Stefan Weidner dürfte als Konvertit oder Präkonvertit angemessen bezeichnet sein:

Stefan Weidner

Leicht modifizierter Auszug aus:

Konvertieren – sich profilieren – herrschen.

8. September 2007 – Dr. Gudrun Eussner

http://www.eussner.net/artikel_2007-09-08_19-55-02.html

Die Süddeutsche Zeitung (SZ), die keinen Platz findet für die Veröffentlichung des Artikels Flüchtling im eigenen Land, von Robert Redeker, obgleich Fritz Glunk, von der Gazette, dem Heribert Prantl gern ein Forum für sein Geprantle gibt, hat ihre Islamapologeten im Angebot. Am 7. September 2007 ist´s Stefan Weidner, für den die Konversion zum Islam ein Mysterium ist, dem er allerdings nichts abgewinnen könne, weil er einfach keine autoritären Typen ausstehen könne, selbst wenn sie Allah heißen. Solches steht in der SZ unter der Rubrik Kultur, der Vorschlag an den autoritär strukturierten Teil der Deutschen, der Politideologie Islam beizutreten und den Auftrag Mohammeds jetzt umzusetzen, die Belohnung, wenn man gehorcht: Warum der Islam auch für Westler so verführerisch sein kann, es aber für den Freigeist Stefan Weidner nicht ist. (1)

Er macht uns weis, daß Allah, den er Gott nennt, in seinen eigenen Worten wettere. Diese Formulierung zeigt, daß er anscheinend doch zum Islam konvertiert ist, sonst würde er erkennen, daß ein selbsternannter Prophet und die auf dubiose Weise in Machtpositionen geratenen Nachfolger, Kalifen, Sultane, Emire und andere Eroberer wettern, die Bevölkerung unterdrücken, sie fünfmal am Tag mit dem Gesicht in den Staub zwingen, er würde davon schreiben, daß sich manche Koranleser deshalb persönlich angeredet fühlen, weil ihnen der Text Allmachtsgefühle vermittelt. Es ist angeblich Allah, der jeden Muslim beauftragt, Macht auszuüben über die Ungläubigen. Das ist die vielgepriesene Klarheit, die den gläubigen Muslimen ein einfaches Leben in Geborgenheit vortäuscht. Den Herrschern und Imamen gegenüber haben sie nichts zu sagen – so gleicht es sich aus. Wer am transzendenten Prinzip zweifelt, geht bei der Herrschaftssicherung über die Gesellschaft und beim Beutemachen leer aus. Dies ist, meine ich, die Urszene jeder persönlich motivierten Konversion. Religionswissenschaft und Soziologie haben dazu nicht viel zu sagen. Der Verfassungsschutz allerdings sehr wohl.

Deshalb nennt er die Politik nicht; denn er geht anscheinend aus vom demnächst gewonnenen Kampf der totalitären Politideologie Islam über den Rest der Welt: charia coming soon. Man muß als Konvertit keinen seelischen Schaden haben, aber er kann hilfreich sein bei der Beschleunigung der Selbstaufgabe. Wer sich vor 1989 in sozialistischen Kreisen aufgehalten hat, in Ost oder West, der weiß, wovon die Rede ist: es geht um die Geborgenheit in der Partei durch die Zurückstellung der eigenen Individualität und später die der anderen Genossen, freiwillig oder gewaltsam. Wer sich vor 1945 in Nazi-Deutschland wohlgefühlt hat, in der Volksgemeinschaft oder als jüngerer Mensch zumindest nachempfinden kann, worum es dabei geht, der hat keine Schwierigkeit, das Phänomen der Konversion zum Islam zu begreifen, der wird sich nach dem todbringenden Allah an seiner „Halsschlagader“ sehnen:

Nimm den Glauben an, und du bist sicher; widrigenfalls zahle Tribut. Wenn du dich weigerst, beides zu tun, hast du es dir selbst zuzuschreiben. Ein Volk ist bereits über euch gekommen, das den Tod so liebt wie ihr das Leben! Das rufen muslimische Glaubenskämpfer unter Khalid Ibn al-Walid, bei der Eroberung Baghdads in der ersten Schlacht Dhat Al-Salasil im Euphratdelta, 634 d.Z. (2)

Solches ist das Angebot der Brautwerber, und Stefan Weidner bezieht nicht nur sich, sondern auch seine Leser ein in sein Delirium: wir … wir Demokraten gar, sind vernarrt in alle Arten von Versicherungen, wir wollen, Hand aufs Herz, von der eigenen Kultur Geborgenheit, uns fehlt im Christentum Herznahrung. Ja, geht´s noch? Die SZ gibt nicht einem Analysten der Hysterie, sondern einem Islamwerber Raum, seinen furchtbaren und anheimelnden Gott zu verkaufen? Gibt´s dafür Petrodollar aus Saudi-Arabien, Heribert Prantl? Und merk´ Er sich: wo es keine Persönlichkeit gibt, da ist auch keine Persönlichkeitsspaltung.

Darf ich die Statistik darüber, daß Muslime (gleich ob gläubig oder nicht) … rein statistisch betrachtet, umgänglicher (sind) als der durchschnittliche Mitteleuropäer, darf ich die einmal sehen?

Unter der Überschrift Zu streng mit diesem Gott folgen Schüttungen von Spekulation: Die gottsucherische Seite des Islams, wo bitte, soll die sein? Es geht darum, daß Willkürherrscher Allah die Muslime angeblich gefunden hat und ihnen nun diktiert, was sie zu tun haben. Das meint die Jewish World Review seinerzeit mit dem herrlichen Spruch, für den ich leider keinen Link habe: Es ist die Entscheidung des Menschen, des einzelnen. Wer glaubt, Gott hätte ihn gefunden, der gehört zum Psychiater. Konvertiten gehören zwar dorthin, leider aber lassen sie sich vereinnahmen als willfährige Diener der Machtansprüche muslimischer Funktionäre. Wir müssen durch Parteieintritt – in alle wirklich demokratisch gesinnten Parteien – dazu beitragen, dass die Parteiprogramme islamkonformer werden. (3)

Es gibt kein kaum entwirrbares Gemisch, in das die neuen Islamdenker noch modernes westliches Gedankengut integriert haben, wie Stefan Weidner meint. Wenn es das gäbe, warum nennt der Autor keine Namen dieser Gemischtwarenhändler? Der Islaminteressierte wüßte doch gern, wo lesen und glauben, wo und wie endlich nach eigener Façon glücklich werden.

seht ihr was für ein chaos in eurer religion herrscht? da bin ich im islam viel besser aufgehoben. seit der niederschrift bis jetzt hat sich bei uns nichts verändert und es wird auch so bleiben, meint Mehdi, auf dem Blog von islam-deutschland.info. (4)

Da hinein will Stefan Weidner neues Chaos bringen, nur weil er den Lesern der SZ den Islam schmackhaft machen möchte? Die Fundamentalisten werden sich seiner annehmen, damit nicht die falschen Konvertiten den Weg zu Allah verstellen. Jeder einzelne von ihnen hat die Funktion, die nicht er, sondern seine religiösen Führer bestimmen. Das begreifen die meisten westlichen Islamapologeten nicht, sie wollen es nicht begreifen, oder sie haben es begriffen und lügen ihrem Publikum etwas vor.

8. September 2007/19. Juli 2008

Quellen

(1) Mysterium Konversion. Von Stefan Weidner, Süddeutsche Zeitung,
7. September 2007

http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/169/131932/

(2) The Arab conquest and the coming of Islam. FortuneCity

http://members.fortunecity.com/thuraya/iraq_his.htm

(3) Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls a.D. Im Gespräch mit islam.de. 30. August 2004

http://www.muslimliga.de/archiv/hofmann1.html

(4) Mehdi. Islam und die allgemeine Meinung, islam-deutschland.info,
20. März 2007, 20:44

http://tinyurl.com/3ypuf4

Kommentar Hartmut Krauss:

Nachbetrachtungen zur „Kritischen Islamkonferenz“
(31. Mai – 1. Juni 2008 in Köln)

„Das Positivste an der „Kritischen Islamkonferenz“ ist rückblickend betrachtet, die Tatsache, dass sie überhaupt zustande kam. Dies war keinesfalls so selbstverständlich. Ist es schon nicht ganz einfach eine derartige Konferenz mit gleich fünf verschiedenen Veranstaltern inhaltlich und organisatorisch auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu organisieren, so gab es bis kurz vor Konferenzbeginn massiven Druck reaktionärer Kreise auf die Universitätsverwaltung, für diese Veranstaltung keine Universitätsräume zur Verfügung zu stellen. Es ist dem Geschick und dem Einsatz des Vorstandssprechers der Giordano- Bruno- Stiftung, Michael Schmidt- Salomon, zu verdanken, dass die „Kritische Islamkonferenz“ nicht schon zu Ende war bevor sie begonnen hatte.

Überschattet freilich war die Veranstaltung schon im Vorfeld durch die kleinkarierte Ausladung von Rolf Stolz, Gründungsmitglied der GRÜNEN und langjähriger profunder Islamexperte und -kritiker, durch das Veranstalterkomitee. Das vermag jedoch einen sturmerprobten Altachtundsechziger nicht davon abhalten, trotzdem zu kommen. Und so wurde ihm erwartungsgemäß eine Eintrittskarte verwehrt. Angeblich lag der Ausladung ein Mehrheitsbeschluss der Veranstalter zugrunde. Auf Nachfrage teilten jedoch drei der fünf Mitveranstalter mit, dass sie selbst nichts gegen eine Teilnahme des Publizisten einzuwenden hätten, was erhebliche Zweifel daran offen lässt, wie demokratisch der Beschluss zustande gekommen ist. So bedurfte es der schwergewichtigen Autorität eines Ralph Giordano, Eröffnungsredner der Konferenz, der über alle Einwände hinweg Rolf Stolz den Zugang zur Konferenz wenigstens am Samstag ermöglichte.

Die vorgebrachte Begründung für die Ausladung (seine Gastbeiträge in der konservativen Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT [Peter Krause lässt grüßen], wobei auf den Inhalt seiner Kommentare gar nicht eingegangen wird) hätte absurder nicht ausfallen können und die Drahtzieher waren augenscheinlich schnell ausgemacht. Der Mitveranstalter „3.Welt Saar“, vornehmlich vertreten durch Klaus Blees und besonders lautstark durch deren Geschäftsführer Roland Röder, der seinerseits keinerlei Skrupel hat, mit von den Verfassungsschutzbehörden beobachteten Verfassungsfeinden wie den Salonstalinisten der MLPD und den Altkommunisten des VVN- BdA. gemeinsame Sache zu machen (so geschehen am 7.4.2003 anlässlich einer sog. „Friedensdemo“ in Saarbrücken), verunglimpfte Rolf Stolz öffentlich als „rechtsextrem“, „ausländerfeindlich“ und gar als „braun“.

Dass diese Einschätzung von den Konferenzteilnehmern mehrheitlich nicht geteilt wurde, zeigte sich bei der Verabschiedung der Abschlusserklärung. Eine von Röder in letzter Minute vorgeschlagene Einfügung einer Ausgrenzungsklausel „gegen Rechts“ (was wohl seiner Meinung nach alles jenseits von linksextrem beinhaltet) wurde von den Teilnehmern mit überwältigender Mehrheit abgeschmettert, wobei zudem völlig unverständlich scheint, was eine solche Klausel in einem an die Öffentlichkeit und an die Regierung gerichteten Forderungskatalog für einen Sinn ergibt.

Trotz dieser überflüssigen wie dummen Grabenkämpfe (Zitat Stolz: „spätstalinistischer Kindergarten“) gab es auch Erfreuliches zu berichten. Die beeindruckende und emotionsgeladene Rede von Ralph Giordano, wobei jeder Satz wie ein donnernder Paukenschlag auf die islamophilen Kulturrelativisten und die Profiteure der schleichenden Islamisierung niederging, wurde mit frenetischem Applaus bedacht.

Die mutige und entschlossene Vorsitzende des Zentralrats der Ex- Muslime, Mina Ahadi, erinnerte in bewegenden Worten, dass Menschenrechte nicht teilbar sind und auch Frauen aus dem mohammedanischen Kulturkreis ein Recht auf Selbstbestimmung haben, das ihnen aber durch die islamophilen Multikulturalisten hierzulande verwehrt wird.

Ehsan Jami (ZdE Niederlande) formulierte es so: „Die Sozialisten lösen dieses Problem nicht, sondern sind selbst ein Teil des Problems“.

Hartmut Krauss (Hintergrund- Redaktion) stellte richtigerweise fest,

dass der Islam keine Religion im Sinne von Artikel 4 des Grundgesetzes ist, sondern eine antiemanzipatorische Politreligion die danach strebt, die gesamte Lebensführung der Muslime einerseits, aber auch der Nichtmuslime durch die Scharia zu reglementieren und demnach nicht unbegrenzt den Schutz der Religionsfreiheit genießen kann. Damit greift er eine wesentliche Forderung der BÜRGERBEWEGUNG PAX EUROPA auf, die selbst in islamkritischen Kreisen bisher wenig Resonanz fand.

Die Phalanx der Islamfreunde, die die tatsächliche Verantwortung dafür tragen, dass Islamkritik verpönt, totgeschwiegen und in die rechte Schmuddelecke abgedrängt wird, teilt Krauss in drei Gruppen auf:

Erstens die Großkonzerne, denen die wirtschaftlichen Interessen in mohammedanischen Ländern wichtiger sind als die individuellen Menschenrechte und die ihren immensen Einfluss auf Politik und Medien einsetzen um zu verschleiern statt aufzuklären.

Zweitens gewichtige Kreise innerhalb der christlichen Kirchen, die sich zu Fürsprechern von islamischem Religionsunterrichts und der Zulassung islamischer Speise- und Kleidungsvorschriften in Schulen, Kindergärten und Hochschulen machen und sich für den Moscheebau einsetzen, wodurch sie sich eine „Rückkehr zur Religiosität“ erhoffen und somit auch einen eigenen Machtzuwachs.

Als dritte Gruppe macht Krauss die politische Klasse und die Parteien aus, die einerseits auf das wachsende Wählerpotential der Mohammedaner schielen und andererseits den wirtschaftlichen Interessen der Großkonzerne ausgeliefert sind. In allen drei Bereichen gilt es anzusetzen.

Dass der angekündigte Günther Wallraff kurzfristig seine Teilnahme absagte – für Insider keine Überraschung – war zu verschmerzen. Die von den Konferenzteilnehmern verabschiedete „Abschlusserklärung der kritischen Islamkonferenz“, deren Inhalt ich Wort für Wort unterschreibe, enthält Forderungen, die eigentlich für jeden aufrechten Demokraten eine Selbstverständlichkeit sein müssten. Es wird sich erweisen müssen, ob diese Erklärung jemals irgendwo nachhaltige Wirkung erzielen wird. Man möge es sich wünschen. Während Hartmut Krauss die kritische Islamkonferenz gerne nächstes Jahr fortsetzen möchte, erklärte Michael Schmidt- Salomon, dass die Giordano-Bruno-Stiftung statt dessen plant, im nächsten Jahr den zweihundertsten Geburtstag Darwins zum Thema einer Konferenz zu machen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich Teile der linken islamkritischen Szene von überkommenen Vorurteilen lösen können, um so auch Bündnisse mit Islamkritikern aus der Mitte der Gesellschaft einzugehen, oder wie der zu Unrecht ausgegrenzte Rolf Stolz es vor Jahren schon formuliert hat: Eine Bündelung der Kräfte durch eine Regenbogenkoalition aller demokratischen Islamkritiker. Die BÜRGERBEWEGUNG PAX EUROPA e.V. unterstützt indes eine einmal jährlich stattfindende Fortsetzung der „Kritischen Islamkonferenz“ unter Einbeziehung aller demokratischen, islamkritischen Organisationen.“

Von: Fk / Quelle:

http://www.islam-deutschland.info/forum/viewtopic.php?t=4909&start=30&postdays=0&postorder=asc&highlight=&sid=fe9ec0118289d2a152b3871e859b2e93