Medienspiegel

Was heisst heute «sex»?

Die Trump-Administration will einen Passus der Bürgerrechtsgesetzgebung ändern:
Indem sie das Geschlecht künftig als rein biologische Kategorie definierte, würde sie Transgendermenschen den Schutz vor Diskriminierung entziehen.
Marc Neumann 8.11.2018

https://www.nzz.ch/feuilleton/was-heisst-heute-sex-ld.1434543

Kommentar GB:

Erhellend ist die folgende Passage, die die ganze Absurdität der Gender-Politik offen legt:

(…) „In der neuen Title-IX-Fassung würde der Schutz von Transgendermenschen vor Diskriminierung entfallen: Studierende, deren Geschlechteridentität nicht mit ihrem biologischen Geschlecht übereinstimmt, verlören das ihnen seit 2016 zustehende Recht auf Klage gegen die Universität. Für die Bereitstellung von Studentenwohnungen, Umkleidekabinen oder Toiletten, aber auch bei der Krankenversorgung könnten Transgendermenschen nicht mehr vor Gericht ziehen.

Bilologie und Identität

Dies wäre das Resultat einer neuen begrifflichen Definition: Das englische Wort «sex» soll im Title-IX-Text nämlich einheitlich und exklusiv nur noch das biologische Geschlecht bei der Geburt bezeichnen – und nicht mehr, wie nach der Revision der Obama-Administration, auch die «gender identity», also eine wähl- oder wandelbare Orientierung. Geschlecht sei auf «einer biologischen Basis, klar, auf Wissenschaft gegründet, objektiv und verwaltbar» zu definieren, argumentieren die Realisten der Trump-Administration.

Dagegen protestieren die transgenderfreundlichen Nominalisten. In ihrer Optik können Menschen identitäre Zuordnungen ihres geschlechtlichen Selbst vornehmen, die jenseits der biologischen Gegebenheiten liegen. Genderidentitäten umfassen in diesem Verständnis nicht Verhaltensweisen, die je nach Kontext und Kultur als maskulin oder feminin konnotiert sind, sondern auch den Transgenderfall, in dem die Geschlechtsidentität dem biologischen Geschlecht direkt entgegensteht.“ (…)  (Hervorhebung GB)

Das klingt kompliziert, aber im Grunde ist es m. E. doch alles recht einfach. Die Frage ist nur, ob das so als gegeben akzeptiert wird, oder ob gemeint wird, daran substanziell etwas ändern zu können – was ich für ausgeschlossen halte:

Es gibt aus statistischer Sicht neben dem Normalfall, der zweigeschlechtlichen Sexualität (ca. 95%) einige wie auch immer bedingte, statistisch faßbare Randbereiche als Anomalien (in Summe ca. 5%), nämlich

a) die männliche und die weibliche Homoerotik (die sogenannte Homosexualität),

b) die sehr seltene biologische Anomalität der Intersexualität,

c) die sehr seltene psychische Anomalität der Transsexualität.

Sehr selten meint hier: es geht um den Promille-Bereich.

Hierzu ZEIT – Online:

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-11/trans-transsexualitaet-transidentitaet-transgender-geschlechtsangleichende-operation-sexualitaet